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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

[Rezension] Bentley Little – Böse

Erstellt von Anja am 23. November 2009

Der 1. Satz:

Es war der erste Tag des Sommers und Doug Albins erster Tag in Freiheit.

Kurzbeschreibung: In der kleinen Stadt Willis ist noch nie etwas Schreckliches geschehen. Das Grauen beginnt an dem Tag, als ein Fremder in die Stadt kommt. Plötzlich erhalten die Einwohner Briefe von Menschen, die seit Jahren tot sind, und Botschaften, die ihnen Geheimnisse ihrer Nachbarn verraten. Argwohn und Missgunst verbreiten sich wie ein Virus, und bald begeht ein Bewohner den ersten Mord. Das Böse ist nach Willis gekommen. Es wird nicht ruhen, bis der letzte Einwohner zur Hölle gefahren ist.

Meine Meinung: Ich habe große Erwartungen in dieses Buch gesetzt, denn der Klappentext las sich sehr vielversprechend. Die Geschichte fängt relativ harmlos an, und kommt nach und nach etwas mehr in Fahrt und sollte sich gegen Ende in unvorstellbares Grauen steigern. Aber denkste! Die Grundidee vom “Postboten aus der Hölle” finde ich super, aber leider wurde diese Idee nicht gut umgesetzt.

Ich habe den Horror sehr vermisst! Natürlich ist es beängstigend, was alles in dem kleinen Städchen passiert, die “Selbstmorde”, die Post und vor allem der unheimliche Postbote, aber ein wenig fehlt der Schockfaktor dabei. Die merkwürdigen Dinge steigern sich zwar, aber nur sehr langsam. Da könnte es etwas zackiger vorangehen. Ich war trotzdem gespannt, was es mit John Smith auf sich hat, und deswegen las ich aufmerksam weiter.

Den Schreibstil von Bentley Little mag ich, er schreibt sehr flüssig, unterhaltsam, ist nie langweilig oder ausschweifend.

Das Ende sollte wahrscheinlich gruselig sein, aber ich fand es unfreiwillig komisch. Die Idee den “Postboten aus der Hölle” auszuhungern ist klasse, aber wurde ziemlich unspektakulär umgesetzt. Nichtsdestotrotz ist dieses Buch schön zu lesen, aber leider nicht wirklich ins Horror-Genre einzuordnen.

Der letzte Satz:

Lächelnd schloss er die Klappe des Briefkastens und ging über die Auffahrt zum Haus zurück.

3sterne

boese

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[Rezension] Bentley Little – Furcht

Erstellt von Anja am 14. Juni 2009

Kurzbeschreibung: Herzlich willkommen in unserer Wohnanlage Bonita-Vista. Bei uns sind Sie sicher, die Siedlung wird bewacht. Mit Ihrem Einzug akzeptieren Sie die Regeln der Gemeinde: Wir haben das Recht über Ihre Einrichtung, Ihre Freunde und Ihren Job zu bestimmen. Kontakte zu Nachbarn sind untersagt. Fluchtversuche sind zwecklos. Regelverstöße werden hart bestraft. Es drohen körperliche Sanktionen oder der Tod. Wir hoffen, Sie fühlen sich wohl. Mit freundlichen Grüßen, die Verwalter.  PS: Sie werden beobachtet!

Meine Meinung: “Furcht” lehrt einen wirklich das Fürchten. Allein die Vorstellung eines solchen Eigentümervereins, der über jede noch so kleine Unwichtigkeit bestimmt, kann einem schon etwas Angst machen. Der Verein nimmt sich Sachen heraus, die in die Privatsphäre und sogar in die Intimsphäre der Bewohner eindringen und sie kontrollieren und bestrafen für jede noch so kleine Verfehlung (z.B. gibt es einen Mahnbescheid für Maureen, weil ihr Tampon und Slipeinlagenvorrat für eine Frau ihres Alters zu gering ist). Manchmal musste ich auch lachen über die sogenannten Verbote, die der Eigentümerverein aufstellte, obwohl das ganz gewiss nicht lustig ist (z.B. keine Haustiere, keine Kinder, keine laute Musik, keine Zimmerpflanzen, keine individuelle Hauseinrichtung, keine persönlichen Gegenstände im Haus, keine unverheirateten Paare oder gar Homosexuelle Paare usw.). Je mehr die Handlung voranging, umso schlimmer wurde es für die Bewohner von Bonita-Vista und umso mysteriöser wurde es auch. Anfangs hielt ich das Buch nur für einen Thriller aber am Ende wurde es echt gruselig, als das Geheimnis um den Bonita-Vista Eigentümerverein gelüftet wurde. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert für Horror-Liebhaber!

Meine Wertung: 5sterne

furcht

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