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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

[Rezension] Andreas Eschbach – Eine unberührte Welt

Erstellt von Anja am 10. Oktober 2009

Der 1. Satz:

Es gibt das Phänomen der “verschränkten Quanten” – zwei Teilchen, die über beliebige Entfernungen hinweg miteinander verbunden sind.

Kurzbeschreibung: Die gesammelten Erzählungen von Andreas Eschbach in einem Band. 27 Kurzgeschichten, die verschiedene Themen abdecken. Sie werden erfahren, wie – und vor allem warum – man UFOs anlockt. Ob es im Garten Eden nicht zu langweilig werden könnte. Wie gefährlich Liebesbeweise werden können und dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir im Müll ersticken. Eine apokryphe Geschichte um die Haarteppichknüpfer ist enthalten – und ein paar bisher noch überhaupt nirgends erschienene Stories.

  1. Quantenmüll
  2. Humanic Park
  3. Well done
  4. Die grässliche Geschichte vom Goethe-Pfennig
  5. Sprachschnittstelle
  6. Die Wunder des Universums
  7. Die Wiederentdeckung
  8. Al-Qaida™
  9. Hindukusch
  10. Halloween
  11. Der Mann aus der Zukunft
  12. Jenseits der Berge (verfügbar als PDF)
  13. Der Supermarkt im Nebel
  14. Rain Song
  15. Garten Eden
  16. Der Amaryllis-Virus
  17. Ein Fest der Liebe
  18. Die Liebe der Jeng
  19. Das fliegende Auge
  20. Die Fußballfans von Ross 780
  21. Zeit ist Geld
  22. Unerlaubte Werbung
  23. Survival-Training
  24. Der Albtraummann
  25. Das Wort
  26. Mutters Blumen
  27. Eine unberührte Welt

Meine Meinung: Es war kaum eine Geschichte dabei, die mir nicht gefallen hat. Besonders Spaß macht “Die grässliche Geschichte vom Goethe-Pfennig”, eine satirische Betrachtung über das Lesen und die Vermarktung desselben. Aber auch die anderen Geschichten sind lesenswert und decken thematisch ein breites Spektrum ab. Meine Lieblingsgeschichte ist “Humanic Park”. Das ist Jurassik Park, nur das keine geklonten Dinosaurier in einem Park anzuschauen sind, sondern geklonte Menschen, die von hochentwickelten “Spinnentieren” bestaunt werden.

Am Anfang jeder Geschichte erzählt der Autor etwas über die Entstehung und Hintergründe. Kurz gesagt: Eschbach ist immer gut zu lesen. Das gilt mal wieder ebenso für diese  Sammlung von Kurzgeschichten. Es sind reichlich interessante Ideen darin vergraben, die stets zum Nachdenken oder Schmunzeln anregen. Die Kurzgeschichten eignen sich hervorragend zum “Kurzschmökern”. Aber Vorsicht, manchmal heißt es dann: noch eine und noch eine…

Der letzte Satz:

Sie werden eines Tages den Weg zur Oberfläche schaffen und vorfinden, was sie gesucht haben: eine unberührte Welt.

5sterne

eine unberuehrte welt

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[Rezension] Andreas Eschbach – Ausgebrannt

Erstellt von Anja am 8. August 2009

Kurzbeschreibung: Als Markus Westermann in New York zum ersten Mal amerikanischen Boden betritt, ist das für ihn ein magischer Moment: Endlich ist er im “Land der unbegrenzten Möglichkeiten”, wo er ganz groß rauskommen will. Sein amerikanischer Traum scheint jedoch ausgeträumt, bevor er richtig begonnen hat: Seine Firma will ihn entlassen. Zufällig lernt er den Österreicher Karl Block kennen. Der behauptet, mit einer einzigartigen Methode Erdöl finden zu können. Markus Westermann wittert seine Chance und tatsächlich: Die beiden überzeugen eine einflussreiche Risikokapitalgesellschaft und schwimmen bald im Geld. Westermann ist auf der Überholspur – bis nicht nur ihm, sondern auch den Saudis plötzlich das Öl ausgeht. Die Welt, wie wir sie kennen, gerät aus den Fugen.

Meine Meinung: Dieser Roman von Andreas Eschbach ist, meiner Meinung nach,  kein Thriller, sondern ein genial gut recherchierter Roman, der sich ganz um Erdöl dreht. Die Geschichte um Markus Westermann wird erst nach und nach klar – Eschbach arbeitet häufig mit Rückblenden und Zeitsprüngen, zum Teil zu Ereignissen, die weit vor der eigentlichen Erzählung liegen. Ganz allmählich weitet sich so die Perspektive. Und indem der Autor viele gut recherchierte Details einarbeitet, stehen plötzlich historisch scheinbar so entfernte Episoden wie der Bau der Bagdad-Bahn anfang des 19. Jahrhunderts und die Terrorflieger vom 11. September 2001 in einem Zusammenhang. Durch diese Rückblenden werden nach und nach Figuren eingeführt, die man am Anfang schwer einschätzen kann, die sich aber letztendlich anders entwickeln als man gedacht hat. Allerdings fand ich diese wirklich sehr ausführlichen Beschreibungen der Hintergründe zum Öl manchmal sehr sehr lang, aber trotzdem interessant. Neben den Ereignissen um Markus Westermann erzählt Eschbach auch eine andere Geschichte: die Geschichte der globalisierten Welt, die förmlich am Öltropf hängt, und in der gewiefte Marketingleute, Berater und Finanzexperten mit Milliarden jonglieren. Produktion, Mobilität, Konsum, unser gesamter Lebensstil wären ohne das schwarze Gold schlicht nicht möglich. Was diese Abhängigkeit für uns alle im Ernstfall bedeuten könnte, macht sich aber wohl kaum jemand klar. Es ist wirklich sehr erschreckend, wenn man mal daran denkt, was passieren könnte wenn das Öl ausgeht. Genau dieses Szenario beschreibt Eschbach sehr detailreich und es verspricht eine sehr ungemütliche Zukunft.

Meine Wertung: 4sterne

ausgebr

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