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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

Archiv für die 'Vampire' Kategorie

[Rezension] Lynda Hilburn – Kismet Knight: Vampirpsychologin

Erstellt von Anja am 27. Februar 2010

Originaltitel: The Vampire Shrink (2007)

Verlag: PAN (28. Dezember 2009) Leseprobe

Genre: Fantasy/Romance-Fantasy

Seiten: 459

ISBN: 978-3426283028

Kurzbeschreibung: Der attraktive Vampir Devereux hat in den letzten 700 Jahren viel erlebt, doch nun lernt er eine Frau kennen, an der er sich die Zähne ausbeißen könnte: Die Psychologin Kismet glaubt nicht an das Übersinnliche und hält Vampire für Hokuspokus. Devereux versucht mit allen Mitteln, sie zu überzeugen. Kismet findet für jede seiner übermenschlichen Fähigkeiten eine rationale Erklärung. Mehr noch: Sie ist sicher, einer neuen Geistesstörung auf die Spur gekommen zu sein und bietet »Betroffenen« ihre Dienste als Vampirpsychologin an. Natürlich bringt sie sich damit in größte Gefahr. Devereux ist versucht, die sturköpfige Frau in ihr Unglück laufen zu lassen – aber da er sich unsterblich in sie verliebt hat, muss er sie immer wieder retten.

Der 1. Satz:

Meine Beziehung zu Vampiren begann in aller Unschuld.

Meine Meinung: Kismet Knight ist Psychologin und, wie der Buchtitel schon verrät, Hauptcharakter dieses Romans. Sie ist Wissenschaftlerin und glaubt nicht an das Übersinnliche, und schon gar nicht an Vampire. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt. Kismet ist stur, sarkastisch, ein Kontrollfreak und nicht leicht zu überzeugen.

Die Geschichte ist sehr flüssig und leicht zu lesen, hat alles, was man von diesem Genre erwarten kann: sie regt manchmal zum Schmunzeln an, auch die Erotik kommt nicht zu kurz und ein wenig Action und Spannung ist enthalten. Die Vorstellung, dass sich ein Vampir vor dem Anblick von Blut ekelt ist schon einen Lacher wert, oder?

Leider konnte mich die Figur der Kismet nicht unbedingt immer überzeugen. Für eine Psychologin fand ich sie zeitweise ziemlich naiv und begriffsstutzig. Bis weit über die Hälfte des Buches ist die junge Psychologin der Überzeugung, es mit einer Horde Spinner zu tun zu haben, die ihre seltsamen Fantasien allzu stark ausleben. Spätestens die ein-und ausfahrbaren Reisszähne hätten mich aber restlos von der Existenz von Vampiren überzeugt, aber Kismet ist Meisterin der Verdrängung. Erst spät akzeptiert sie Devereux, als das, was er nun mal ist: ein mindestens 700 Jahre alter Vampir mit vielen “magischen” Fähigkeiten.

Ansonsten ist “Kismet Knight: Vampirpsychologin” für alle zu empfehlen, die sich der Romance-Fantasy verschrieben haben und ein wenig auf Kitsch und gängige Klischees stehen.


Für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanke ich mich nochmal herzlich bei:


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[Rezension] Lara Adrian – Gefährtin der Schatten

Erstellt von Anja am 6. Februar 2010

Kurzbeschreibung: Die Kämpferin Renata dient dem Vampir Sergej Jakut als Bodyguard – doch nicht freiwillig, denn Jakut hält ein Mädchen mit einer besonderer Gabe gefangen, das Renata mit allen Mitteln beschützen möchte. Als die Kleine verkauft wird, ist der Vampirkrieger Nikolai der Einzige, an den sich Renata hilfesuchend wenden kann. Nikolai ist auf der Jagd nach einem Mörder, der alle Vampire der ersten Generation vernichten will. Renata schließt sich Nikolai an und gerät schon bald in einen Strudel aus Mord und Intrigen. Dabei stellt der attraktive Krieger Renatas schwer erkämpfte Unabhängigkeit vor eine Zerreißprobe, denn er weckt Gefühle in ihr, die sie noch nie zuvor erlebt hat. Soll sie sich einer Leidenschaft hingeben, die vielleicht Rettung bedeuten kann – die sie aber auch ins Verderben stürzen könnte?

Der 1. Satz:

Auf der Bühne des höhlenartigen Jazzclubs unter den Straßen von Montreal sang eine Sängerin mit purpurroten Lippen von der Grausamkeit der Liebe.

Meine Meinung: Das ist nun der 5. Teil aus Lara Adrians Midnight Breed Reihe und auch diesmal finde ich das Cover schön gestaltet. “Gefährtin der Schatten” ist viel actiongeladener und härter als der Vorgänger “Gebieterin der Dunkelheit”, da der rote Handlungsfaden um den Bösewicht Dragos weitergesponnen wird und stets präsent ist. Im Gegensatz zu den ersten 4 Büchern, dauert es in diesem Buch bis die Hauptcharaktere zueinander finden. Und in diesem Buch ist die Heldin nicht ein zerbrechliches und hilfloses Geschöpf, sondern eine Kämpferin.

Der Orden kam diesmal etwas kurz. Außer Gideon ist ja quasi sonst niemand wirklich aufgetaucht…. Dennoch fand ich es spannend zu lesen, mit Action, Liebe und Erotik dabei und es hat mir, wie die Vorgänger, auch gut gefallen. Die Geschichte um Niko und Renata ist nicht so extrem erotikhaltig wie die anderen Teile, aber die Mischung zwischen Handlung und Liebesgeschichte ist perfekt, so dass es nie langweilig wird.

Die Geschichte um die Gen-Eins-Vampire kommt nur langsam voran. Man trifft nun auf neue Gegenspieler und man merkt schon sehr deutlich, dass der Focus der Autorin auf den Romanzen liegt und den Rest eher als schmückendes Beiwerk ansieht. Da die Geschichte dieses Mal fern der Heimat der Stammeskrieger spielt, treffen wir auch nicht auf alte Bekannte – mit Ausnahme von Andreas Reichen, der wohl im nächsten Teil die Hauptrolle spielen wird.

Insgesamt also für die Fans der Midnight Breed – Reihe unbedingt empfehlenswert. Einsteigern würde ich aber dann doch eher den ersten Teil ans Herz legen.


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[Rezension] J.R. Ward – Dunkles Erwachen (Black Dagger Teil 6)

Erstellt von Anja am 29. Januar 2010

Kurzbeschreibung: Zsadist, das düsterste und geheimnisvollste Mitglied der Bruderschaft der Black Dagger, hat in der Aristokratin Bella eine Frau gefunden, die durch seine finstere Maske hindurch blickt und den Mann liebt, der er wirklich ist. Doch die Vergangenheit lastet schwer auf dem Vampir, der von sich selbst glaubt, ihrer Gefühle nicht wert zu sein. Trotzdem bindet er sich während ihrer Triebigkeit an Bella und will sie von nun an um jeden Preis beschützen. Aber auch ein Mitglied der Gesellschaft der Lesser ist von der schönen Bella besessen – und als dieser sie tot glaubt, setzt er alles daran, Zsadist zu vernichten.

Der 1. Satz:

“Äpfel? Was, zum Henker, gehen mich Äpfel an?”, brüllte Mr. O in sein Handy.

Meine Meinung: „Dunkles Erwachen“ ist die direkte Fortsetzung von „Mondspur“ und sollte auf keinen Fall separat gelesen werden. Wie auch die Vorgänger ist dieser Teil eine Mischung aus Dark Fantasy und romantischer Liebesschnulze, mit einer kräftigen Portion Erotik. Für meinen Geschmack vielleicht schon etwas zu viel, wahrscheinlich bin ich beim Lesen ab und an Rot angelaufen ;-)

Endlich erfährt man die ganze Geschichte von Zhadist, auf die ich jedenfalls schon lange gespannt gewartet habe. Jetzt kann man sein Verhalten, seine Agressivität und seine Gewaltbereitschaft verstehen, denn was er erlebt hat, ist nur schwer vorstellbar. Der Roman konzentriert sich sehr stark auf die beiden Hauptfiguren Bella und Zsadist. Es ist bemerkenswert, wie die großen, starken Krieger der Bruderschaft feinfühlig werden, wenn es um ihre Liebste geht. Bei Z´s Liebeserklärung am Schluss bleibt doch kein Auge trocken *snief*   Was mir auch sehr gut gefallen hat: die Beziehung zwischen Zsadist und seinem Zwillingsbruder Phury. Die Verbindung von Zwillingen ist ja sonst eine besondere, so auch hier. Phury würde für Zsadist sterben, und Z würde für das Glück seines Bruders auf die Frau verzichten die er liebt….

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und schön. Die Charaktere sind wunderbar verarbeitet und es ist spannend, romantisch, traurig und erotisch: Alles in einem! Zusätzlich zu der knappen Handlung gibt es das schon bekannte Glossar mit den wichtigsten Begriffen und Eigennamen der Glymera und eine kurze Leseprobe zu dem nächsten Teil der Reihe „Menschenkind“.


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[Rezension] Mary Janice Davidson – Biss der Tod euch scheidet

Erstellt von Anja am 5. Dezember 2009

Der 1. Satz:

Es war einmal eine wunderschöne Königin, deren Inneres so fürchterlich war wie ihr Äußeres wunderbar.

Kurzbeschreibung: Betsy fiebert ihrer Hochzeit mit Eric Sinclair entgegen. Als der Termin näher rückt, häufen sich die Fragen. Schon die Wahl der Farbe für das Brautkleid ist schwierig: Kann sie als Vampirkönigin Weiß tragen, trotz ihres blassen Teints – und obwohl sie keine Jungfrau mehr ist? Aber auf Betsy warten noch ganz andere Fallen. Eric hält Einladungskarten, Eheversprechen und Hochzeitstorte für überflüssig – und verschwindet. Zunächst ist Betsy erleichtert, da sie nun in Ruhe planen kann. Doch als ihre beste Freundin Jessica im Krankenhaus landet und sich nach und nach alle ihre Freunde aus dem Staub machen, steht sie ganz allein da. Der schönste Tag ihres Vampirlebens droht zum Desaster zu werden.

Meine Meinung: Der 6. Band der “Betsy Taylor”-Reihe war wieder amüsant, unterhaltsam, kurzweilig und spannend. Auf die Hochzeit hat der geneigte Leser ja immerhin 5 Bände lang ungeduldig warten müssen. Und jetzt ist es soweit.  Betsy steckt mitten in den Vorbereitungen der Hochzeit und treibt ihre Mitmenschen (-vampire) in den Wahnsinn, weil sie sich für kein Kleid entscheiden kann und auch sonst mit der Planung nicht vorankommt. Da ist ein Unglücksfall in der Familie natürlich nicht besonders hilfreich…

Nach und nach merkt Betsy, dass sie ganz allein ist und es passieren mysteriöse Dinge! Sinclair ist verschwunden und Tina gelangt schließlich zu dem Schluß, dass die einzige Möglichkeit für sein Fehlen, nur sein Tod sein kann. Außerdem schlagen Jessicas Chemos nicht recht an und sie erleidet einen schweren Rückfall, was Betsy schier verzweifeln läßt.

Am Ende gibt es wieder eine Bonusstory, die eine Woche nach den Ereignissen in “Biss der Tod euch scheidet” spielt und in der Betsy und Eric in die Flitterwochen nach New York fliegen. Natürlich läuft mal wieder nichts so wie es soll…

Der letzte Satz:

“Bin schon auf dem Weg”, flüsterte ich und jagte ihn den ganzen Weg bis zu unserem Schlafzimmer.

5sterne

biss der tod euch scheidet

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[Rezension] Lynsay Sands – Verliebt in einen Vampir

Erstellt von Anja am 22. November 2009

Der 1. Satz:

Pudge blickte mit zusammengekniffenen Augen durch das Zielfernrohr seines Gewehrs.

Kurzbeschreibung: Nach einer Nachtschicht im Leichenschauhaus erwacht Rachel Garrett zu ihrer Überraschung in fremder Umgebung und noch dazu vollkommen nackt! Ihr erster Gedanke ist, so schnell wie möglich das Weite zu suchen. Doch dann sieht sie den Mann ihrer Träume aus einem Sarg steigen, und der Blick in seinen silbernen Augen geht ihr sofort unter die Haut. Dreihundert Jahre lang ist der Vampir Etienne Argeneau Junggeselle gewesen. Die Entscheidung, die hübsche Rachel in eine Vampirin zu verwandeln, wird sein Leben verändern auf immer und ewig!

Meine Meinung: Zuerst das Positive. Ich finde die Grundidee und den Anfang der Geschichte sehr gut, die Hauptfiguren sind sehr sympatisch dargestellt. Die Story ist schön und flott zu lesen und hat mir ein paar recht unterhaltsame, entspannende und gemütliche Stunden gebracht.

Lynsay Sands hat ihre eigene Theorie über die Entstehung der Vampire eingebracht. Und zwar stammen sie ursprünglich aus Atlantis, sind das Ergebnis eines misslungenen Experiments. Sie  haben sogenannte “Nanos” im Blut, die ihren Körper unsterblich machen, solange sie genügend Blut bekommen. Außerdem entsprechen sie nicht den üblichen Klischees, d.h. sie haben nichts gegen Knoblauch oder religiöse Objekte; sie müssen niemanden mehr beißen (dafür gibt es ja Blutbanken) und sie können, wenn auch eingeschränkt, im Sonnenlicht wandeln.

Dennoch fehlt in der ganzen Geschichte der Witz. Die Story ist nicht wirklich ernstzunehmen, d.h. sehr seicht, weder sehr spannend, noch düster oder gar ein wenig gruselig. Natürlich kann man schon aus dem Titel schließen, dass das keine Gruselstory ist, aber ich hätte wenigstens ein bisschen Schmunzelei dabei erwartet. Zumindest ist es romantisch und die Erotik kommt auch nicht zu kurz.

Der letzte Satz:

War das etwa eine Drohung gewesen?

3sterne

verliebt in einen vampir

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[Rezension] J.R. Ward – Mondspur (Black Dagger Teil 5)

Erstellt von Anja am 1. November 2009

Der 1. Satz:

“Verflucht noch mal, Zsadist!”

Kurzbeschreibung: Einst hat Phury seinen Zwillingsbruder Zsadist aus grausamer Gefangenschaft befreit. Doch obwohl seitdem mehr als ein Jahrhundert vergangen ist, heilen Zs Wunden nicht. Gezeichnet an Körper und Seele ist er wohl der düsterste und unheimlichste Krieger der Bruderschaft der Black Dagger. Erst als er die schöne Aristokratin Bella trifft, die sich zu ihm hingezogen fühlt, erwacht in Zsadist plötzlich wieder ein Gefühl, das er längst für begraben hielt: Hoffnung. Doch auch sein Zwilling Phury, der in einem selbstauferlegten Zölibat lebt, zeigt Interesse an Bella. Als die junge Vampirin von der Gesellschaft der Lesser entführt wird, müssen die beiden Brüder ihre Schwierigkeiten überwinden und gemeinsam alles daransetzen, die Frau zu retten, die sie lieben.

Meine Meinung: Düster, erotisch, unwiderstehlich! Zsadist ist nicht unbedingt meine Lieblingsfigur der Black Dagger Reihe, vielleicht bin ich auch gerade aus diesem Grund eher vorsichtig an diesen Band heran gegangenund wurde mit einer wunderbaren Geschichte, voller intensiver Gefühle und rasanter Action, positiv überrascht. Endlich erfährt man als Leser, was Zsadist in der Vergangenheit widerfahren ist und weshalb er so anders ist als die restlichen Mitglieder der Black Dagger. Der 5. Band hat mich persönlich am meisten berührt. J.R. Ward versteht es wieder, den Leser zu fesseln. Man kann erst bei der letzten Seite aufhören zu lesen.

Dieser Teil der Serie war einfach nur toll und flüssig zu lesen, so dass ich das Buch schneller beendet hatte, als mir eigentlich lieb war.

Der letzte Satz:

“Genau in diesem Augenblick.”

5sterne

bd5

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[Rezension] Katie MacAlister – Blind Date mit einem Vampir

Erstellt von Anja am 24. Oktober 2009

Der 1. Satz:

Wenn ich Gin trinke, habe ich immer die genialsten Ideen.

Kurzbeschreibung: Joys Freundin Roxy glaubt an mystische Elemente und an Vampire. Sie will unbedingt einen echten Vampir treffen und möchte Joy, die immerhin Vampir-Literatur mag, dazu überreden, ihr bei ihrer Suche zu helfen und mit ihr nach Tschechien zu reisen. Vorher bekommen die beiden jedoch noch von einer Freundin die Karten gelegt und so erfahren sie, dass Joy ihren Traummann treffen wird. Dieser scheint jedoch gefährlich zu sein und sie muss sich für den Richtigen entscheiden. Das hält die beiden nicht auf und so brechen sie gut gelaunt auf. Nun wird in der Nähe ihres Hotels ein Gothic-Festival stattfinden, an dem sie unbedingt auch teilnehmen wollen, immerhin befinden sie sich ja auch der Suche nach Vampiren und wo sollte man sie auch sonst treffen? Zudem möchten sie noch ein Autogramm eines bekannten Schriftstellers ergattern, der dort in der Nähe lebt. Bald lernen die beiden auch Leute in ihrem Alter kennen, die auf dem Festival arbeiten und vor allem in den gut aussehenden Raphael vermuten sie einen echten Vampir. Dann geschieht ein Mord an einer Angestellten, die Joy feindlich gesinnt war und den es zu lösen gilt. Joy leidet zudem unter diversen Visionen, in denen sie immer wieder selbst in die Rolle eines Vampirs schlüpft oder die Gedanken des Vampirs sie beherrschen. Nun gilt es auch dieses Rätsel zu lösen, wobei sie Raphael immer näher kommt und schnell heiße Stunden mit dem attraktiven Mann verbringt, der auch ein Vampir sein könnte.

Meine Meinung: Wenn man dieses Buch zu Ende gelesen hat, möchte man am liebsten laut fragen „und wo war nun das Blind Date mit dem Vampir?“  Ein Vampir kommt zwar vor, doch nur in einer mehr oder weniger unbedeutenden Nebenrolle. Es gibt sehr, sehr viele Erotik-Szenen in diesem Buch, wobei die Autorin zum Teil sogar recht vulgär wird, was aber nicht immer schlimm ist. An einen gewissen Zusatz an Erotik ist man ja heutzutage schon gewöhnt, vor allem wenn man in der Erwartung eines Vampir-Romanes an dieses Buch herangeht, aber zum Teil muss man hier doch etwas schlucken. Denn Romantik findet man hier so gut wie gar nicht!

Leider fand ich es auch nicht so witzig wie “Vampir im Schottenrock”. Ich habe kaum geschmunzelt und nie gelacht. Das ist sehr schade, denn ich habe von diesem Roman mehr erwartet. Die Handlung in dem Buch ist ziemlich dürftig und wer auf eine romantische Geschichte mit dem Vampir wartet, so wie es der Titel verspricht, wird sehr entäuscht.

MacAlisters Charaktere sind allesamt Klischees auf Beinen. Roxy und Joy sind Vertreterinnen einer Art von Frau, wie sie ein Großteil der weiblichen Bevölkerung wohl heute amüsant findet. Sie sind überspannte, neurotische Großstadtzicken, die ständig reden, ohne etwas zu sagen. Ihre ununterbrochenen Dialoge sind inhaltsfrei und von MacAlister gezwungen lustig heruntergeschrieben. Schon nach zehn Seiten geht einem die Puste aus und man hofft, das ewige Geschnatter würde einfach mal aufhören. Interessanterweise begegnen die männlichen Charaktere dem endlosen Gerede mit einer Gemütsruhe, die noch kein Mann in der Geschichte der Menschheit jemals einer dummschwatzenden Frau entgegengebracht hat.

Alles in allem ein eher schnulziger Liebesroman, mit heißen Sexszenen, aber wenig Vampirfeeling.

Der letzte Satz:

Roxy, die nicht länger Unbefleckte.

3sterne

blind date mit einem vampir

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[Rezension] Markus Heitz – Kinder des Judas

Erstellt von Anja am 9. Oktober 2009

Der 1. Satz:

Ich kenne die Melodie des Lebens.

Kurzbeschreibung: Leipzig im Jahr 2007. Sie ist die gute Seele des Krankenhauses. Sie steht denen bei, die in ihren letzten Stunden nicht allein sein sollen. Jeder, der die junge Frau am Bett eines Sterbenden wachen sieht, wird sie für einen Engel halten. Denn niemand weiß, wer sie wirklich ist … Jung sein, schön, gesund – und das bis in alle Ewigkeit: Was sich für viele nach einem Traum anhört, ist für Sia schon vor langer Zeit zum Fluch geworden. Sie sehnt sich nur nach einem: einschlafen und nie wieder aufwachen müssen. Doch das darf sie nicht. Zu groß ist die Schuld, die Sia auf sich geladen hat, zu groß die Verantwortung, die sie gegenüber der Menschheit trägt. Um den Schmerz zu lindern, schreibt Sia in einer langen, einsamen Nacht ihre Geschichte nieder. Sie beginnt 1670 und erzählt von einem kleinen Mädchen, das in die dunklen Machenschaften der »Kinder des Judas« verwickelt wurde, jenes mächtigen Bündnisses von Wissenschaftlern – und Vampiren!

Meine Meinung: Ich weiß gar nicht wieso ich so lange für dieses Buch gebraucht habe. Es hat zwar 700 Seiten, aber es ist sehr flüssig geschrieben. Der Roman ist in 4 Teile aufgeteilt: Das Mädchen, Aeterna, Entdeckungen und Tod. Das Buch thematisiert die unfreiwillige Einführung eines jungen Mädchens in die Geheimgesellschaft der Kinder des Judas, eine Bruderschaft von mächtigen Vampiren. Die Geschichte spielt im Serbien des 17. und 18. Jahrhunderts und wird mit einem parallelen Handlungsstrang aus dem gegenwärtigem Leipzig verwoben.

Jitka ist die Hauptperson des Romans. Sie wird im Jahre 1662 geboren und erlebt eine Kindheit mit wenig Freunden, da sie wegen ihres Teufelsmals gemieden wird. Als ihre Mutter von Soldaten verschleppt wird, holt sie ihr Vater ab und bildet sie zu einer Wissenschaftlerin und Kämpferin aus. Jitka sucht sich einen neuen Namen: Scylla, eine griechische Sagenfigur. Während dieser Zeit erfährt man sozusagen die komplette Lebensgeschichte Scyllas: Wie sie sich von einem kleinen, neugierigen Mädchen zu einer mächtigen, attraktiven Frau verwandelt, wie sich nach und nach ihr Charakter entwickelt: Scylla wird stärker, erwachsener und rebellischer.

Lange bleibt der Leser über die Hintergründe der “Kinder des Judas” im Unklaren. Es sind angeblich Nachfahren von Judas Ischariot. Bevor er Jünger des Messias wurde, war er ein Attentäter. Durch seinen Verrat an Jesus wurde das Schicksal erfüllt, das dem Gottessohn zugedacht war. Als Lohn schenkte Gott seinem Diener Judas das ewige Leben. Alle seine Nachfahren sind Forscher und Wohltäter der Menschheit. Jedenfalls in der Theorie…

Etwas langatmig schildert der Autor die rund dreihundertdreißig Lebensjahre der Vampirin, was leider nicht durchgehend spannend ist. Wer düstere Vampir-Storys mag und mit grausamen Schilderungen und Tötungen zurecht kommt, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Ein guter Vampirroman, der so realistisch wirkt, dass es einem den Atem raubt und gar nicht kitschig oder übertrieben wirkt. Außerdem bin ich von diesem Buch begeistert, weil es eine neue Entstehungsgeschichte der Vampire erzählt. Genialer Einfall!
Zudem lässt der Autor die Vampirin ihre dunkle Seite nicht vergessen. Er lässt sie in wilden Blutrausch verfallen und lässt sie sich erinnern, wie es sich anfühlt ein machtvolles Wesen zu sein; mit Hochmut und tiefem Fall! Endlich mal kein Kuschel-Vampir!

Der letzte Satz:

Zur Sicherheit.

4sterne

kinder des judas

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[Rezension] Mary Janice Davidson – Nur über meine Leiche

Erstellt von Anja am 24. September 2009

Der 1. Satz:

“Auf dem Dachboden ist ein Zombie”, teilte mir George, das Biest, mit ruhiger Stimme beim Frühstück mit.”

Kurzbeschreibung: Betsys Geburtstag steht bevor, und sie hat nicht die geringste Lust auf einen Haufen einflussreicher und hochnäsiger Vampire aus Europa, die dem königlichen Paar ihre Aufwartung machen wollen. Politik war noch nie Betsys Stärke, vor allem nicht dann, wenn bei ihrer besten Freundin zugleich eine lebensgefährliche Krankheit diagnostiziert wird. Ihr Verlobter Eric hält sich derweil aus den Hochzeitsvorbereitungen heraus, und Betsy hat alle Hände voll zu tun. Auch als Vampir heiratet man schließlich nur einmal und das für die Ewigkeit!

Meine Meinung: Dieser Roman ist super geschrieben mit viel Humor und vor allen sehr flüssig zu lesen. Leider recht kurz, denn 200 Seiten für die Geschichte finde ich sehr wenig. Deswegen habe ich es auch so schnell durchlesen können. Bei “Nur über meine Leiche” handelt es sich um Teil 5 der Geschichte über Betsy Taylor (die Vampirkönigin) und ihren Mann Sinclair (seines Zeichens Vampirkönig). Eigentlich passiert  nicht besonders viel, eine Delegation von alten Vampiren aus Europa besucht Betsy und natürlich gibt es gleich Ärger und Probleme zu lösen. Das Buch ist wieder mit viel Wortwitz gespickt, nur leider fehlt die Spannung. Geschrieben in der Ichversion, waren auch wieder ein paar richtig nette Schmunzler darunter, bei denen ich aufpassen musste, nicht laut loszulachen.

Die Bonusgeschichte am Schluss sollte man zuerst lesen, bevor man mit dem Buch anfängt. Die Geschichte passiert zwischen Band 4 und 5, und erzählt wie Antonia, die Werwölfin, zur “Königsfamilie” stösst und sich mit George, dem Biest, anfreundet.

Der letzte Satz:

“Aber er lachte mich einfach aus.”

3sterne

nur ueber meine leiche

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[Rezension] Mary Janice Davidson – Untot lebt sich`s auch ganz gut

Erstellt von Anja am 25. August 2009

Kurzbeschreibung: Selbst die Untoten feiern Weihnachten, und Betsy kann endlich wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung frönen: Einkaufen! Da erhält sie eine Warnung von Detektiv Nick Berry, dass ein Serienmörder in der Gegend sein Unwesen treibt. Betsy entspricht genau seinem Typ. Doch was kann ein Serienmörder einer Untoten schon anhaben?

Meine Meinung: Das war nun schon der 4. Band der Betsy Taylor Reihe und er war mal wieder viel zu kurz. Hauptsächlich geht es hier nun um die bevorstehende Hochzeit von Betsy und Sinclair. Betsy will eine tolle Hochzeit mit allem Drum und Dran, Sinclair will am liebsten nichts damit zu tun haben. Man merkt, dass noch einige grundsätzliche Dinge zwischen den beiden nicht geklärt sind und das hat mir an dem Buch sehr gut gefallen. Es kann ja nicht immer nur “Friede, Freude, Eierkuchen” herrschen. Ein empfehlenswerter Teil, ist wieder sehr flüssig geschrieben und mit viel Witz und Humor. Denn wer hat schon einen wilden, häkelnden Vampir im Keller, wenn nicht Betsy? Alle Figuren werden zwar kurz, aber vollständig vorgestellt, so dass man das Buch lesen könnte, ohne die anderen gelesen zu haben. Was ich allerdings nicht empfehlen würde. Denn die Charaktere entwickeln sich ja und wenn man von vorne beginnt mit “Weiblich, ledig, untot”, bekommt man die Entwicklung besser mit.

5sterne

untotlebtsichsauchganzgut

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[Rezension] Mary Janice Davidson – Happy Hour in der Unterwelt

Erstellt von Anja am 21. August 2009

Kurzbeschreibung: Als Leiterin des Nachtclubs, den sie übernommen hat, hat Betsy mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, denn ihre Angestellten haben es ihr übel genommen, dass sie ihre ehemalige Chefin umgebracht hat. Und dann geht der gut aussehende Vampirkönig Eric auch noch mit seiner Assistentin Tina auf eine Reise nach Europa, und Betsy muss feststellen, dass ihr das gar nicht behagt. Hegt sie etwa doch tiefere Gefühle für ihn, als sie sich eingestehen will? Um das Maß voll zu machen, erfährt Betsy, dass ihre Stiefmutter schwanger ist und vor einigen Jahren schon eine weitere Tochter zur Welt gebracht hat. Betsy hat also eine Halbschwester, von der sie bislang nichts wusste. Und zu allem Übel soll diese eine Tochter des Teufels sein. Betsy liest heimlich im Buch der Toten, weil sie hofft, darin auf Anhaltspunkte zu stoßen, mit deren Hilfe sie ihre Halbschwester ausfindig machen kann. Kein ungefährliches Unterfangen, denn wer zu lange im Buch der Toten liest, kann den Verstand verlieren.

Meine Meinung: Mit ihrer Serie um die schuhsüchtige Vampirkönigin Betsy Taylor hat Mary Janice Davidson die amerikanischen Bestsellerlisten im Sturm erobert. Und auch hierzulande haben die Leser Blut geleckt. Nach “Weiblich, ledig, untot” und “Süß wie Blut und teuflisch gut” ist mit “Happy Hour in der Unterwelt” nun schon der dritte Band der witzig-turbulenten Vampirserie erschienen. Leider war dieser Teil ziemlich dünn, hat gerade mal 220 Seiten und ist ziemlich schnell gelesen. Auch diesmal gibt es viel zum Schmunzeln. Schon auf den ersten Seiten musste ich lachen: Was macht eine Vampirin, die kein Blut mehr trinken will? Sie geht zu den Anonymen Alkoholikern! Auch wenn in “Happy Hour in der Unterwelt” nicht so viel Böses passiert, finde ich das Buch sehr gelungen, weil es mal wieder zeigt, dass Betsy doch nicht so oberflächlich ist, wie sie immer rüber kommt. Sie ist eben eine sehr sympathische junge Vampirin, die eben auf Mode, Klunker und Schuhe steht, und auf Eric Sinclair, dem sie endlich ihre Liebe gesteht.

5sterne

happy hour

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[Rezension] Lisa J. Smith – In der Schattenwelt (Tagebuch eines Vampirs, Teil 4)

Erstellt von Anja am 15. August 2009

Kurzbeschreibung: Mit dem Tod Catarinas scheint das Böse in Fell’s Church endgültig begraben zu sein. Doch auch Elena hat ihre Liebe zu Stefano bitter mit dem Leben bezahlt. Gefangen in einer Schattenwelt, spürt sie, dass das Grauen noch lange kein Ende hat: Ihr Geist wird von einer furchtbaren Macht gebannt, und die hat es auch auf ihre irdischen Freunde abgesehen! Zur Tatenlosigkeit verdammt, empfängt Elena die verzweifelten Hilferufe ihrer telepathisch begabten Freundin Bonnie, denn über Fell’s Church ist das Unheil bereits hereingebrochen – und hat sich mit der hübschen Sue schon das erste Menschenleben einverleibt! Elena weiß: Diese unheilvolle Macht ist die älteste, stärkste und gefährlichste, mit der sie es je zu tun hatten. Und es gibt nur eine Möglichkeit, sie zu besiegen: Wenn Stefano und Damon ihre Feindschaft – die das Böse aus Rache für die Jahrhunderte zurückliegende Vergangenheit unbarmherzig aufs Neue schürt – überwinden und Seite an Seite kämpfen. Doch der Hass sitzt tief und das Grauen hat viele Gesichter. Während Elena verzweifelt darauf hofft, von ihrem Schattendasein erlöst zu werden, steht Stefano in einem blutigen Showdown Auge in Auge mit dem Ursprung alles Bösen. Aber kein Preis ist Stefano zu hoch, um Elena zu rächen und Fell’s Church zu retten! Doch auf welcher Seite steht Damon?

Meine Meinung: So, jetzt bin ich fertig mit der Serie. Klein aber fein! Der vierte und letzte Band der Tagebuch-Serie wirkt auf mich wie ein mühsam zurechtkonstruiertes Happy-End. Es dauert, bis erst einmal alle wesentlichen Personen versammelt sind. Und dann muß natürlich noch eine Bedrohung her, die größer und schlimmer ist als Caterina. Bleibt nur noch einer übrig…Leider sehr durchschaubar. Man kommt recht schnell drauf, wer denn der große böse Unbekannte ist. “In der Schattenwelt” ist leider nicht mehr so spannend wie die Vorgänger. Nach dem 3. Teil hätte gut Schluss sein können. Man soll ja bekanntlich aufhören wenns am Schönsten ist…

Aber besonders schön finde ich die Umschlaggestaltung dieser Sonderausgabe vom Weltbild-Verlag. Ich kann diese Reihe mit bestem Gewissen empfehlen! Und das alle vier Bände zusammen sind ist genial, denn die gehen direkt ineinander über, da “kann” und “will” man nicht aufhören! Also nicht’s wie ran!

Meine Wertung: 4sterne

in der schattenwelttagebuch

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