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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

Archiv für die 'Thriller' Kategorie

[Rezension] Simon Beckett – Leichenblässe

Erstellt von Anja am 9. März 2010

Originaltitel: Whispers of the Dead (2009)

Verlag: Wunderlich Verlag (16. Januar 2009)

Genre: Thriller

Seiten: 416

ISBN: 978-3805208666

Klappentext: Eigentlich möchte David Hunter nach seiner Genesung nur ein wenig auf andere Gedanken kommen und folgt daher der Einladung seines Mentors Tom Lieberman an dessen Forschungsinstitut nur allzu gerne. Doch schon bald ist es mit Forschung alleine nicht mehr getan. Lieberman soll die stark verweste Leiche eines Mordopfers untersuchen. Der gesundheitlich stark angeschlagene Lieberman bittet seinen Freund Hunter, ihm bei der Arbeit zu helfen. Dessen Anwesenheit stößt bei den Agenten des Tennessee Bureau of Investigation und beim zuständigen Pathologen auf eisige Ablehnung. Doch Lieberman boxt seinen ehemaligen Schüler allen Widerständen zum Trotz durch. Schnell stellen sich Probleme bei der Untersuchung der Leiche ein. Die Todesursache ist nicht eindeutig zu klären, der Zeitpunkt des Todes ist unklar, was die Anthropologen am meisten überrascht, merkwürdige Fingerabdrücke werden gefunden und die Identifikation des Opfers birgt ungeahnte Schwierigkeiten. Nichts an der Leiche und am Fundort ist so, wie es sein sollte. Zu allem Überfluss rennt den Ermittlern die Zeit davon, denn weitere Opfer tauchen auf. Hunter und Lieberman wird klar, dass der Täter mit ihnen spielt und ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt. Beide ahnen jedoch nicht, dass sie selbst in tödlicher Gefahr schweben.

Der 1. Satz:

Die Haut. Das größte Organ des Menschen ist zugleich das am wenigsten beachtete.

Meine Meinung: Simon Beckett ist zurück! Mit ihm natürlich der Held seiner ersten beiden Bestseller, der forensische Anthropologe David Hunter. Nach den ersten 2 Bänden ist auch “Leichenblässe” wieder ein gelungener Pathologie Thriller geworden. Gewohnt spannend, jeder Thriller Fan kommt hier auf seine Kosten. Ich fand ihn sogar noch spannender als die Vorgänger, wobei ich raten würde erst “Die Chemie des Todes” und dann “Kalte Asche” zu lesen, bevor man sich diesem Teil widmet.

Die Beschreibungen der Leichen in ihren unterschiedlichen Verwesungsstadien erfordert zwar einen guten Magen, aber damit habe ich keine Probleme. Die forensischen und anthropologischen Fachbegriffe werden sehr anschaulich und bildlich erläutert, so dass auch ein Laie alles gut versteht und sogar noch etwas lernt. Simon Beckett besticht wieder mit seiner Art zu schreiben. Bereits nach wenigen Seiten ist man total gefesselt und kann nicht aufhören zu lesen.

Die immer neuen Wendungen im Geschehen, lassen die Spannung bis zum Schluss auf einem hohen Level bleiben. Wenn man denkt, den Mörder identifiziert zu haben, wird alles wieder über den Haufen geworfen. Ein Buch, dass man nach den ersten Seiten schon nicht mehr aus der Hand legen möchte. Der Hammer der Erkenntnis schlägt gnadenlos zu…wieder und wieder, bis zur letzten Seite. Thrillerkost vom Feinsten!

Ein rundum gelungenes Buch, das Grusel garantiert. Ich kann allen nur raten, es selbst zu lesen…..aber es ist nicht unbedingt etwas für zarte Gemüter.


7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen noch besser als die Vorgänger, 19. Januar 2009
Von robby “lese gern” (Osnabrück/Niedersachsen) – Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)

Nun ist also nach “Chemie des Todes” und “Kalte Asche”Becketts drittes Buch “Leichenblässe” erschienen und ich muss sagen, für mich ist dieser dritte Teil der Beste.Es bietet sich auch an, die Bücher hintereinander zu lesen, da das Leben des Hauptprotagonisten, David Hunter, immer wieder eine Rolle spielt und in jedes Buch Bezug auf vorausgegangene Ereignisse nimmt, so auch hier.

David Beckett hat sich von seiner Messerattacke und den damit verbundenen physischen , aber vor allem den psychischen Folgen noch nicht erholt. Er zweifelt daran,ob er seine Arbeit weiterführen kann. Da kommt ihm die Einladung eines guten Freundes aus Tennesee gerade recht, der ihm vorschlägt auf einer Body Farm, auf der er leitender forensischer Antropologe ist, Leichenstudien zu betreiben.Doch gerade in Amerika angekommen , wird Hunter schon in einen Mordfall hineingezogen, der sich dort ereignet hat.Von den Ermittlern vor Ort immer wieder kritisch beäugt und sogar abgelehnt, hilft er seinem alten Mentor und Freund Tom Liebermann bei der Aufklärung eines sehr verzwickten Falles.Leichen, die gefunden werden, stimmen von ihrer Identität nicht überein.IN einem Sarg, indem eigentlich ein toter weißer Mann liegen soll,werden die Überreste eines Farbigen gefunden, dessen Todeszeit schon wesentlich länger zurückliegen muss. Die Forensiker stehen vor einem Rätsel. Als dann der ermittelnde Profiler verschwindet, geht man davon aus, es mit einem Serientäter zu tun zu haben. Wer von denen an dem Fall Beteiligten ist als nächsten dran?

Mit gewohnter Spannung kommt auch der neue Beckett daher, ich fand ihn sogar noch spannender als die Vorgänger. Die Beschreibungen der Leichen in ihren unterschiedlichen Verwesungsstadien erfordern schon einen guten Magen,waren für mich aber auch sehr interessant.Leser, die medizinisches Interesse haben, kommen hier voll auf ihre Kosten.Aber auch die immer neuen Wendungen im Geschehen lassen die Spannung auf einem hohen Lavel bleiben. Simon Beckett hat es mit seinem Buch geschafft, dass ich trotz dreier Kinder und einem zeitintensiven Job, das Buch in 1 1/2 Tagen durchgelesen habe, was meiner Meinung nach für seine Qualität spricht.

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[Rezension] John Katzenbach – Die Rache

Erstellt von Anja am 3. März 2010

Originaltitel: Day of Reckoning

Verlag: Droemer/Knaur (1. Juni 2009)

Genre: Thriller

Seiten: 512

ISBN: 978-3426503577

Klappentext: Megan und Duncan Richards haben Karriere gemacht – doch ihre Vergangenheit holt sie ein. Als naive Studenten hatten sie sich einer radikalen Gruppe angeschlossen und bei dem gescheiterten Überfall auf einen Geldtransporter mitgemacht. Olivia Barrow, die Rädelsführerin, war dafür ins Gefängnis gewandert. Doch nun wird sie aus der Haft entlassen und hat sich geschworen, an den Verrätern von damals erbarmungslos Rache zu nehmen. Sie entführt den Sohn der Richards sowie dessen Großvater als Druckmittel, und es beginnt ein gandenloses Katz- und Maus-Spiel.

Der 1. Satz:

Sie war, fand sie, ein Glückspilz.

Meine Meinung: Ich habe bisher jeden Katzenbach Roman gelesen und alle waren sie sehr spannend und zum Teil nervenaufreibend. Leider ist “Die Rache” nicht sein bester Roman. Die Geschichte ist von anfang an klar umrissen: Man weiß was 1968 passiert ist, wer die Entführer sind und was sie wollen. Dadurch geht die Spannung flöten, weil man ja schon weiß wie es weitergeht oder es sich zumindest ausmalen kann. Es gibt keine überraschenden Wendungen, wie man es von John Katzenbach gewöhnt ist. Es zieht sich alles hin, bis gegen Ende sich das Paar entschließt sich zu wehren und zurückzuschlagen. Soweit, so gut, aber…

**Achtung: Spoiler**

Das Ende ist typisch amerikanisch, wie ich finde: Duncan und Megan, die sich einfach mit Waffen eindecken und ohne sich damit überhaupt vertraut gemacht zu haben, sofort im Morgengrauen einen Angriff auf das mit Gangstern besetzte Haus wagen, die Gangster killen, ihre Töchter mitschleppen, die dann auch noch der Obergangsterbraut den finalen Schuss verpassen und schlussendlich Sohn sowie Opa befreien. Wer`s glaubt…

Der Roman ist sehr unglaubwürdig. Am meisten hat mich eben das Ende gestört. Das Ausbleiben der Konsequenzen für das Paar, die damals an dem Banküberfall mit Todesfolge beteiligt waren, dass die einfach in der Gegend rumgeballert haben und Duncan seine Bank beraubt hat, um das Geld für die Entführer zusammen zubekommen. Und niemand hat`s gemerkt.


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[Rezension] Karen Rose – Des Todes liebste Beute

Erstellt von Anja am 21. Februar 2010

Kurzbeschreibung: Staatsanwältin Kristen Mayhew hat einen Verehrer. Er bezeichnet sich selbst als ihren ergebenen Diener – und schickt ihr regelmäßig Fotos seiner grausam zugerichteten Opfer. Es sind alles Sexualstraftäter und Pädophile, gegen die Kristen vor Gericht keine Verurteilung durchsetzen konnte, sowie deren Verteidiger und Richter. Als der selbst ernannte Rächer auch den Sohn eines Mafiapaten auf seine Todesliste setzt, ist Kristen in Gefahr. Denn nun hetzt die Mafia ihre Killer auf sie. Detective Abe Reagan, der in der Mordserie ermittelt, schwört, alles daranzusetzen, die schöne Staatsanwältin zu schützen.

Der erste Satz:

Die Sonne war untergegangen.

Meine Meinung: “Des Todes liebste Beute” ist ein typischer Lady-Thriller, und nicht der Erste, den ich von Karen Rose gelesen habe. An ihren Romanen gefällt mir gut, dass man fast immer bereits bekannte Personen wiedertrifft.

Der Roman hat meine Erwartungen voll erfüllt: Es gab Spannung bis zum Ende, eine tolle Geschichte, Romantik und ein wenig Erotik. Wie man das eben von Karen Rose kennt und erwartet. Man sucht selbst von Anfang an den Mörder, versucht durch Hinweise darauf zu kommen, hat hier und da einen Verdacht, und wird dann wieder auf eine falsche Fährte geführt. Letztendlich hat sich aber mein letzter Verdacht bestätigt.

Der Schreibstil ist flüssig, nicht zu langatmig, die Spannung wird bis zum Ende gehalten und gesteigert und die Romanze, die sich zwischen Abe Reagan und Kirsten Mayhew anbahnt, wird einfühlsam beschrieben. Also alles in allem wieder ein gelungener Lady-Thriller, den man nicht so schnell aus der Hand legen kann.


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[Rezension] Lisa Jackson – Deadline (Rache, wem Rache gebührt)

Erstellt von Anja am 31. Januar 2010

Kurzbeschreibung: In Kalifornien ist eine Serienkillerin am Werk. Die kaltblütige Mörderin ist eine Verwandlungskünstlerin und nennt sich selbst nur Elyse. Ihr erstes Opfer, eine äußerst wohlhabende ältere Dame, stürzt sie über ein Treppengeländer in den Tod. Ihr zweites Opfer, einen jungen Mann, der in einem Pflegeheim sein Dasein fristet, ermordet sie, indem sie eine tödliche Lebensmittelallergie auslöst. Ihr drittes Opfer, eine junge Frau, erschießt sie kaltblütig. Wer sind diese Menschen? Was haben sie getan? Und was verbindet sie?

Der erste Satz:

Sie glauben, dass ich sterben werde.

Meine Meinung: “Deadline” ist ein Thriller, der sich flüssig lesen läßt. Der Aufbau der Geschichte ist logisch und hält am Ende einige Überraschungen bereit. Leider verrät der Klappentext schon das Wichtigste an der Geschichte, bzw. der Leser merkt schnell, was die Opfer gemeinsam haben.

Die Handlung spielt etwa 4 Wochen in der Vergangenheit und wird ab und zu unterbrochen durch kleine Abschnitte in der Gegenwart: in Gedankenschrift verfasst, geht es um eine Frau, die im Koma liegt, aber um sich herum trotzdem alles mitbekommt. Die Ärzte haben die Hoffnung aufgegeben und wollen die Maschinen abstellen, aber die Patientin “schreit” dass sie noch lebt und das doch alles in Ordnung ist mit ihr. Eigentlich ziemlich beängstigend, wenn man bedenkt, dass das vielleicht wirklich passieren kann.

Der Roman ließ sich, wie schon gesagt, gut lesen, doch ehrlich gesagt fesselte er mich nicht durchgängig. Zum Höhepunkt waren fast alle Geheimnisse schon aufgedeckt, man konnte sich schon denken, wie alles enden wird bzw. wer die Täter wirklich sind. Sehr gut fand ich allerdings die ständigen Perspektivwechsel. Dadurch lernt der Leser schnell die einzelnen Charaktere kennen und erhält so auch unterschiedliche Blickwinkel auf die Geschichte. Diese Wechsel sind durchgehend geschickt gelegt und enden natürlich – wie sollte es anders sein – immer an der spannendsten Stelle.


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[Rezension] Juan Gómez-Jurado – Der Gottesspion

Erstellt von Anja am 8. Dezember 2009

Der 1. Satz:

Pater Selznick erwachte mitten in der Nacht mit einem Fischmesser an der Kehle.

Kurzbeschreibung: Der Papst ist gestorben, und in Rom treffen Kardinäle aus aller Welt zur Wahl des Nachfolgers ein. Doch dann werden nacheinander drei Kirchenfürsten auf unmenschliche Weise abgeschlachtet. Die Tat eines Geisteskranken? Oder will jemand das Konklave beeinflussen? Aber wer? Italiens Top-Profilerin Paola Dicanti wird eingeschaltet. Und auch ein Priester mit CIA-Vergangenheit macht sich auf die Jagd nach dem Mörder.

Meine Meinung: Zugegeben, der Klappentext klingt sehr verdächtig nach Dan Browns “Illuminati”, aber der Roman entwickelt sich zum Glück doch in eine andere Richtung. Der Papst Johannes Paul II. stirbt (eines natürlichen Todes), drei Kardinäle werden brutal gefoltert, verstümmelt und getötet. Der Täter wird relativ schnell identifiziert. Es ist ein Priester, der in der Vergangenheit durch mehrfachen sexuellen Missbrauch an Kindern auffällig geworden ist. Die katholische Kirche verschließt die Augen vor den Tatsachen, und versucht alles zu vertuschen. Anstelle von Gefängnis oder Therapie wird der Priester in eine “Rehabilitationsanstalt” gebracht, wo an seiner ohnehin schon gestörten Psyche nochmehr herumgepfuscht wurde; und dort wird er vollends zum Monster gemacht.

Der Schreibstil ist sehr schön, es macht Spass der Handlung zu folgen, die wirklich spannend aufgebaut ist. Ein tödliches Katz – und Mausspiel mit dem Killer beginnt, die Polizei scheint immer einen Schritt hinterher zu sein. Es kommt einfach keine Langeweile bei der atemlosen Suche nach dem Killer auf.

Gut finde ich auch die Einflechtung von realen Ereignissen und Personen, wie z. B. der Tod bzw die Begräbnisfeierlichkeiten von Papst Johannes Paul II., der ja der echte vorletzte Papst war, und letztendlich die Wahl seines Nachfolgers Joseph Ratzingers, der ja der aktuelle Kirchenoberhaupt ist. Und auch die Kritik an der katholischen Kirche kommt nicht zu kurz. Der laxe Umgang mit pädophilen Priestern steht in diesem Roman im Mittelpunkt. Wahrscheinlich auch heute noch ein brisantes Thema…

Der letzte Satz:

“Ach ja, und sag dem Papst schöne Grüße.”

5sterne

der gottesspion

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[Rezension] Karen Rose – Nie wirst du entkommen

Erstellt von Anja am 4. Dezember 2009

Der 1. Satz:

“Cynthia.” Es war bloß ein Flüstern, unendlich leise, aber sie hörte es dennoch.

Kurzbeschreibung: »Komm zu mir!«, lockt die Stimme, die Cynthia seit Wochen verfolgt. Gequält von entsetzlichen Erinnerungen, tut die junge Frau schließlich, wie ihr geheißen, und stürzt sich vom Balkon ihrer Wohnung. Sie ist nur die Erste in einer ganzen Serie von Toten. Allen ist eines gemeinsam: Es sind Patientinnen von Tess Ciccotelli. Detective Reagan, der die Ermittlungen leitet, hält die bildschöne Psychiaterin zunächst für eine äußerst gefährliche Frau. Bis er endlich erkennt, dass Tess Opfer einer bösen Intrige zu werden droht, ist es beinahe zu spät …

Meine Meinung: Dies war das dritte Buch von Karen Rose, das ich gelesen habe, und es war, wie die Vorgänger auch, wieder ein schöner Ladythriller mit allem was dazugehört. Spannung, Liebe, Mord und Intrigen bis zum Schluss.

Den beiden Protagonisten mit Familien, Freunden und Kollegen auf der Jagd nach dem Serienmörder durch den Thriller zu folgen, ist spannendes Lesevergnügen. Die Charaktere sind wunderbar präzise und realistisch beschrieben, die Sprache leicht verständlich und sehr bildlich. In diesem raffinierten Fall gibt es auch reichlich Verdächtige, so dass der Leser bis kurz vor Schluss mitraten kann, wer der Täter ist. Nur Stück für Stück fügt sich das Puzzle zusammen. Wie von Karen Rose gewohnt, verbindet Aidan und Tess natürlich auch eine wunderschöne Romanze, bei der es allerdings bis zuletzt einige Schwierigkeiten und Hindernisse zu überwinden gibt.

Empfehlenswert ist “Nie wirst du entkommen” vor allem für alle, die Thriller mögen, etwas Abwechslung vom normalen Krimialltag möchten und die einer prickelnden Liebesgeschichte nicht abgeneigt sind. Sehr lesenswert!

Der letzte Satz:

Fangen wir direkt an.

5sterne

nie wirst du entkommen

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[Rezension] Sebastian Fitzek – Splitter

Erstellt von Anja am 25. November 2009

Der 1. Satz:

“Was denkst du?”

Kurzbeschreibung: Marc Lucas hat ein Problem, und dieses Problem ist ein, im wahrsten Sinn des Wortes, existentielles. Bei einem Autounfall hat er vor kurzem, seiner Erinnerung nach, durch eigenes Verschulden seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren. Und diese Erinnerung versucht er durch das spektakuläre Experiment einer Privatklinik zu verlieren.

Aber als Lucas die Klinik wieder verlässt, ohne am Experiment überhaupt teilgenommen zu haben, findet er sich in einem Albtraum wieder. An seiner Wohnung sind die Schlösser und das Türschild ausgewechselt, unter seiner Handynummer meldet sich eine fremde Person, die behauptet, er zu sein. Und dann häufen sich auch noch die Verdachtsmomente, dass seine schwangere Frau noch lebt. Aber: Was ist eigentlich Einbildung, was Erinnerung und was Wirklichkeit? Marc Lucas beginnt, sich der Situation zu stellen – und kommt einem wahrhaft außergewöhnlichen Komplott auf die Spur…

Meine Meinung: Ich habe mich wirklich auf dieses Buch gefreut und konnte nicht auf das Erscheinen des Taschenbuches warten. Doch tatsächlich ist es der erste Fitzek, der mich am Schluss nicht staunend oder begeistert zurückgelassen hat, sondern mit einer Enttäuschung.

Die Handlung ist für den Leser genauso verwirrend und undurchsichtig wie für die Hauptfigur Marc Lukas. Ich habe bis zum Schluss keine Ahnung gehabt, worauf das Ganze rausläuft.

Aber während des Lesens habe ich oft überlegt und mir gedacht “HÄ? Versteh ich nicht!” Ich habe natürlich trotzdem weitergelesen und mir eingeredet, dass alles schon irgendwann aufgeklärt wird. Wird es auch, leider nicht so dramatisch und spannend wie der Rest des Buchs. Die Jagd nach den richtigen Erinnerungen war nicht immer fesselnd und überzeugend. Das beklemmende Thrillergefühl stellte sich gar nicht ein, und das Ende ist gewöhnungsbedürftig und war für mich enttäuschend und ziemlich konstruiert und an den Haaren herbeigezogen.

Der letzte Satz:

Noch nicht einmal ihre Augen blinzelten, als sich sehr viel später eine erste, hilflose Träne löste.

2sterne

splitter

Zunächst ist alles sehr verwirrend und undurchschaubar. Am Ende jedoch ist man wie immer überrascht von den Geschehnissen und deren Aufklärung.

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[Rezension] Cody McFadyen – Die Blutlinie

Erstellt von Anja am 21. November 2009

Der 1. Satz:

Ich habe einen meiner Träume.

Kurzbeschreibung: FBI-Agentin Smoky Barrett hat es nicht leicht. Vor kurzem musste sie miterleben, wie ein brutaler Killer in ihrem Beisein ihren geliebten Mann und ihre Tochter gequält und dann getötet hat. Und jetzt sitzt sie im Flugzeug nach San Francisco, wo ihre Freundin aus Schulzeiten Annie King ebenfalls grausam umgebracht worden ist. Noch schlimmer ist, dass der perverse Mörder Annies kleine Tochter, ihr Patenkind, drei Tage lang an die verwesende Leiche gekettet hat, bevor er der Polizei einen Hinweis gab. Am allerschlimmsten aber: Er hat eine Nachricht für Barrett hinterlassen. Es ist ein Brief, in dem er neue Morde ankündigt und behauptet, in direkter Blutlinie von Jack The Ripper abzustammen!

Wie Jack The Ripper werde man auch ihn nie schnappen, prophezeit der psychopathische Killer. Doch offenbar hat der Mörder die Rechnung ohne Barrett und ihre unschlagbare Truppe gemacht. Denn Barrett, die eigentlich von ihrem Psychiater noch nicht wieder dienstfähig geschrieben worden ist, glaubt durch den Fall, von der Erinnerung , und damit von ihren nächtlichen Albträumen, geheilt werden zu können. Sie beginnt zu ermitteln und muss erfahren, dass viele jener Menschen, die sie zu kennen glaubte, dunkle Geheimnisse haben, und dass sie viel zu lange dem Falschen vertraut hat. Vom Ende aus betrachtet erscheint da sogar der Mord an ihrer Famlilie in einem ganz anderen Licht.

Meine Meinung: Cody McFadyen weiss, wie man einen Leser fesselt. Er schreibt spannend, sehr direkt und lässt kein Detail aus. Manchmal ist es ein wenig heftig, aber das ist ja der Grund, warum man einen Thriller liest. Man möchte sich fürchten, man möchte Angst haben, aber vor allem möchte man hinter das Geheimnis kommen und das setzt er genau so um. Ein Buch, das man nur schlecht beiseite legen kann.

Die Story ist einfach genial geschrieben. Man kann sich die Charaktäre bildlich vorstellen und deren Beweggründe verstehen. Von der ersten Seite an wird man in die Geschichte eingesogen und kann nicht mehr aufhören zu lesen. Die persönliche Geschichte der Hauptfiguren spielt eine ebenso große Rolle wie der eigentliche Fall und man jagt von Seite zu Seite bis endlich die Auflösung kommt.

480 Seiten die von Anfang bis Ende beweisen, das die Bezeichnung „Pageturner“ für eben solche Werke erfunden wurden, denn man kann sich dem Buch bereits nach den ersten Seiten nicht mehr entziehen, ein ständiges Umblättern ist Pflicht!

Der letzte Satz:

Ich kann spüren, wie sie lächeln.

5sterne

die blutlinie

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[Rezension] Jay Bonansinga – Im Angesicht des Todes

Erstellt von Anja am 4. November 2009

Der 1. Satz:

Glaub nicht alles, was man dir sagt!

Kurzbeschreibung: Eine mysteriöse Mordserie hält ganz Mississippi in Atem. Der sogenannte «Mississippi Ripper» mordet paarweise. Die Polizei steht vor einem Rätsel – bis FBI-Profiler Ulysses Grove das System hinter den Doppelmorden entdeckt: Der Täter klammert seinen Opfern die Augenlider auf und zwingt sie so, den Mord am anderen mit anzusehen …

Meine Meinung: Da ich bereits “Die Eismumie” von Jay Bonansinga vor längerer Zeit gelesen habe, und ziemlich begeistert war, wollte ich mir dieses Buch nicht entgehen lassen. Ein spannender Thriller um den FBI-Profiler Ulysses Grove, mit einem kleinen Schuss Voodoo oder Zauberei. Daß der eine vom Geist des Bösen besessen ist, während der andere auf die Voodoo-Fähigkeiten seiner afrikanischen Vorfahren zurückgreifen kann, verleiht dem Roman eine übernatürliche Note. Die Mischung finde ich sehr gelungen. Meiner Meinung nach hätte da noch mehr Voodoo reingepasst.

Man könnte jetzt sagen: Alles schon hundertmal da gewesen! Stimmt – doch das Buch ist so rasant und gekonnt erzählt, daß man kaum Zeit findet, sich darüber zu ärgern. Aber am Schluss habe ich doch etwas zu bemängeln. Der Höhepunkt der Hetzjagd nach dem psychopathischen Killer endete ziemlich abrupt und viel zu unspektakulär.

Der letzte Satz:

Es war an der Zeit, nach Hause zu gehen.

4sterne

im angesicht des todes

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[Rezension] Tess Gerritsen – Todsünde

Erstellt von Anja am 27. Oktober 2009

Der 1. Satz:

Der Mann weigerte sich strikt, ihn auch nur einen Meter weiter zu fahren.

Kurzbeschreibung: Der brutale Mord an einer jungen Nonne bringt Detective Jane Rizzoli und die Pathologin Maura Isles auf die Spur eines entsetzlichen Geheimnisses …
Weihnachten naht, und in Boston herrscht klirrende Kälte. In einem Kloster nahe der Stadt wird die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurz vor ihrem Tod entbunden haben muss – doch von dem Baby fehlt jede Spur. Detective Jane Rizzoli – selbst schwanger – befürchtet das Schlimmste, und ein grausiger Fund gibt ihr Recht. Dann wird eine zweite Frauenleiche entdeckt, bei der Maura Anzeichen für eine frühere Lepra-Erkrankung feststellt. Scheinbar haben die Fälle nichts miteinander zu tun – da kommt der FBI-Agent Gabriel Dean ins Spiel, der in einem weiteren Mordfall ermittelt. Gabriel, Rizzolis ehemaliger Liebhaber, stellt eine Verbindung zwischen den Opfern her und führt Jane und Maura damit geradewegs in einen Abgrund aus Neid, Zorn und Habgier.

Meine Meinung: Ich habe diese 400 Seiten regelrecht verschlungen: so flott sind sie zu lesen – es lag nicht nur an der großen Schrift. Aber das wundert mich nicht, denn auch schon die beiden anderen Rizzoli-Romane “Die Chirurgin” und die direkte Fortsetzung “Der Meister” waren ebenfalls superspannend und leicht zu lesen. Spannend und bis zum Schluss ist mal wieder nicht erkennbar, wer der Mörder ist. Die Tätersuche gestaltet sich gewohnt schwierig und die Handlungsorte sind düster. Gerade die detaillierten, schonungslosen und schockierenden Beschreibungen der Einzelheiten sind ein Markenzeichen der Autorin und nehmen den Leser mit auf eine spannende Reise in das Reich der Todsünde.

Tess Gerritsen hat mit den beiden Hauptfiguren (Jane Rizzoli und Maura Isles) unverwechselbare und interessante Charaktere geschaffen, die ich wirklich sehr ins Herz geschlossen habe. Sehr schön finde ich gerade die private Entwicklung von Detective Jane Rizzoli, ein weicher Kern hinter einer harten Schale. Auch Dr. Isles private Verwicklungen kommen nicht zu kurz, fügen sich aber gut in die spannende Geschichte ein, ohne störend oder ablenkend zu wirken. Tess Gerritsens Schreibstil und die Umsetzung ihres Wissens/Könnens finde ich gekonnt und toll wie in jedem ihrer Bücher.

Während sich die Spannungen in den Privatleben der beiden Hauptfiguren zu einer Krise steigern, kommt es auch in den Untersuchungen zum dramatischen Finale und zieht die Pathologin selbst in die Wirren. Sünder und Heilige tauchen auf – ausgerechnet zur Weihnachtszeit.

Etwas schade fand ich die Tatsache, dass die Geschichte um die schwangere Nonne sich letztendlich als relativ “banal” herausgestellt hat und, ohne hier viel verraten zu wollen, nichts mit dem Geheimnis um die zweite Tote zu tun hat.

Der letzte Satz:

Dann verließ sie seine Kirche und kehrte zurück in ihre eigene Welt.

4sterne

todsuende

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[Rezension] Sandra Brown – Weißglut

Erstellt von Anja am 20. Oktober 2009

Der 1. Satz:

Manche meinten, wenn er sich wirklich hatte umbringen wollen, hätte er sich keinen besseren Tag aussuchen können.

Kurzbeschreibung: Beck Merchant ist ein Mann, den Sayre Hoyle nur schwerlich lieb gewinnen kann. Eigentlich ist er ihr sogar zutiefst verhasst. Das zumindest offenbart sie dem Anwalt bei ihrer ersten Begegnung in Sayres Heimatstadt Destiny. „Sie sind skrupellos, gewissenlos, gierig und geldgeil“, wirft sie dem Mann an den Kopf, den sie gerade erst kennen gelernt hat. Denn Merchant arbeitet als Anwalt für ihre Familie. Und damit treffen alle Eigenschaften ihrer Familie, so glaubt sie, auch auf Merchant zu. Warum also zieht dieser aalglatte Mann sie bloß so magisch an?

Sayre ist Mitinhaberin von Hoyle Enterprises — gegen ihren ausdrücklichen Wunsch, den sie sogar vor Gericht durchzufechten gesucht hat, wie sie betont. Denn die Machenschaften ihres Clans, der mit seiner Stahlgießerei die ganze Umgebung ausbluten lässt, sind ihr zutiefst zuwider. Deshalb hat sie Destiny schon vor langem den Rücken gekehrt und mit ihrer Verwandtschaft gebrochen. Jetzt aber musste sie doch zurückkommen. Ihr Bruder Danny, den sie als einzigen wenn auch nicht liebte, so doch zumindest nicht gehasst hat, wurde erschossen in einer Anglerhütte aufgefunden. Zunächst sieht alles nach Selbstmord aus. Aber ein junger Polizist entdeckt ein paar Ungereimtheiten, die aus dem vermeintlichen Freitod einen Mord werden lassen. Sayre muss entdecken, dass ihre Familie noch schlimmer war, als sie ohnehin schon befürchtet hat. Aber sie entdeckt auch ganz andere Seiten an Merchant…

Meine Meinung: Eigentlich weiß man schnell, wie der Hase läuft in dem Thriller der US-amerikanischen Bestsellerautorin Sandra Brown. Aber das ist ganz egal. Denn der Hase läuft letztendlich dahin, wo man ihn gerne sehen würde. Dazwischen schlägt er allerlei Finten, überrascht mit klugen Wendungen und lässt einen als Leser manchmal sogar atemlos zurück. Die Familie Hoyle hat sich in ihrer Heimat ein mächtiges Imperium aufgebaut. Jeder soll nach den Regeln dieser Familie, besonders nach jenen von Huff Hoyle, spielen. Nur Sayre hat sich vor 10 Jahren gegen ihre Familie gestellt. Auch ihr Bruder Danny war nicht ganz so, wie Huff sich das vorgestellt hätte. Chris, sein ältester und Lieblingssohn ist ganz nach Huffs Vorstellungen geraten: Geld- und machtgierig, ohne Gewissen und jederzeit bereit, sich mit Geld von jeglicher Verantwortung freizukaufen.

Durch den Selbstmord von Danny und der Rückkehr von Sayre in ihre Heimatstadt Destiny erfährt der Leser immer mehr von der Geschichte und den Schandtaten der Familie. Sandra Brown versteht es, den Leser anfangs mit verschiedenen Puzzlestückchen neugierig zu machen, die sich jedoch erst am Ende zu einem großen Ganzen zusammfügen. Das Buch war zu keiner Zeit langweilig oder langatmig; man will immer wissen, wie es weitergeht, welche Geheimnisse diese Familie hütet, was in der Vergangenheit tatsächlich passiert ist. Gespickt mit einem Schuss Erotik ist dieses Buch einfach lesenswert.

Der letzte Satz:

Das habe ich in dir gesehen.

5sterne

weissglut

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[Rezension] Roderick Anscombe – Verschwunden

Erstellt von Anja am 27. September 2009

Der 1. Satz:

Die Tigerkäfige waren selbst für uns, die wir Tag für Tag im Hochsicherheitsbereich arbeiteten, ein harter Brocken.

Kurzbeschreibung: An einem brütend heißen Sommertag verschwindet in einem Bostoner Park ein achtjähriges Mädchen. Als der Gerichtspsychiater Paul Lucas von den Ermittlern zu Hilfe gerufen wird, beginnt für ihn ein Alptraum: Er weiß, dass ihm nicht viel Zeit bleibt, denn bei der enormen Hitze wird das Mädchen ohne Wasser nach 24 Stunden tot sein. Aber die Zeugenbefragung gestaltet sich schwierig, und die Polizeiführung will baldige Erfolge sehen. Die Spur führt zu Arthur Hodges, und der Verdacht gegen den pensionierten Ingenieur erhärtet sich immer mehr. Doch der Tatverdächtige ist eiskalt und mit den üblichen Verhörmethoden nicht zu überführen. Unvermittelt sieht sich Paul vor die Wahl gestellt, entweder das Gesetz zu brechen oder zu scheitern …

Meine Meinung: Ein sehr interessanter Psychothriller, vor allem weil man etwas über die Arbeit und die Abgründe eines forensischen Psychiaters erfährt. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Dr. Lucas erzählt. Dabei wird viel Wert auf dessen psychologische Beobachtungen gelegt.  Je mehr Zeit verstreicht, umso mehr scheinen alle Beteiligten, allen voran Dr. Lucas, bereit, sämtliche Prinzipien und jede Professionalität und Legalität über Bord zu werfen, um Danielle zu finden. Denn die Zeit arbeitet gegen die Ermittler, im Prinzip spielt die Geschichte innerhalb von 24 Stunden, in denen das Mädchen gefunden werden muss, sonst stirbt sie an Dehydrierung.

Er fragt, ob jedes Mittel recht ist und im Notfall sogar Folter erlaubt sein kann, um dem Gesetz Geltung zu verschaffen und Menschen aus den Händen von Verbrechern zu befreien, die sich durch ihr Handeln jenseits aller Menschlichkeit bewegen. In seinem gut durchdachten Thriller lässt Roderick Anscombe seinen Protagonisten anfangen, die Regeln der Legalität zu durchbrechen.

Der letzte Satz:

Erst neulich bekam ich wieder aus heiterem Himmel einen Anruf von einem höflichen jungen Mann von irgendeinem Geheimdienst, dessen drei Initialen mir nicht bekannt waren, der mir eine äußerst lukrative Beratertätigkeit auf einem US-Militärstützpunkt in der Karibik angeboten hat.

5sterne

verschwunden

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