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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

Archiv für die 'Mystery' Kategorie

[Rezension] Joseph Nassise – Die Hunt-Chroniken: Der Schattenseher

Erstellt von Anja am 26. Januar 2010

Kurzbeschreibung: »Mein Name ist Hunt, Jeremiah Hunt. Seit meine kleine Tochter verschwunden ist, bin ich auf der Suche nach ihr. Die Polizei hat ihre Ermittlungen längst eingestellt. Aber ich werde niemals aufgeben. Und ich bin bereit, alles zu tun!«

Wer ihm auf der Straße begegnet, hält Jeremiah Hunt für einen Blinden. Doch dieser Eindruck trügt: Er hat bei einem geheimen Ritual zwar sein normales Augenlicht verloren, doch nun kann er sehen, was den Menschen verborgen bleibt: die Geister der Toten, die sich noch nicht von den Lebenden trennen können, die Hexen und magischen Geschöpfe, die unerkannt unter uns leben. Endlich findet Hunt so auch eine Spur, die ihn vielleicht zu seiner Tochter führen wird – oder in den Tod …

Der 1. Satz:

Ich habe mein Augenlicht gegeben, um die Wahrheit sehen zu können.

Meine Meinung: Auf dieses Buch bin ich durch die Seite des PAN Verlages gestoßen, und da habe ich es einfach als Rezensionsexemplar angefordert und tatsächlich auch bekommen. Danke nochmal dafür. “Der Schattenseher” gehört zur sogenannten Urban Fantasy, was so viel bedeutet wie „Fantasy in der städtischen Gegenwart“, also eine Geschichte mit fantastischen Elementen, die in unserer Gegenwart spielt. Ich finde man könnte es auch in die Mysterysparte einordnen.

Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen, was daran lag, dass es richtig gut geschrieben ist. Immer spannend, keine langweiligen oder überflüssigen Passagen: einfach gute Unterhaltung. Die Story ist ausgeklügelt und durch die magischen Elementen wird sie zu etwas besonderem. Die Spannung wird nach und nach aufgebaut. Was mir auch gut gefällt sind die nicht allzu langen Kapitel.

Der Erzähler lässt den Leser sehr intensiv an Jeremiahs Entwicklung und Vorgeschichte teilhaben. Die Erläuterungen werden vereinzelt als kleine Rückblenden zwischen die eigentliche Handlung, die seltsame Mordserie, eingebaut. Dadurch lernt man Stück für Stück die Hintergründe kennen, bleibt aber dennoch, durch den Fortlauf der eigentlichen Erzählung, gespannt am Ball. Da das Ende noch offene Fragen zurück lässt, freue ich mich schon sehr auf die Nachfolgebände.

Der letzte Satz:

“Ich kriege dich.”

Kurzbeschreibung: »Mein Name ist Hunt, Jeremiah Hunt. Seit meine kleine Tochter verschwunden ist, bin ich auf der Suche nach ihr. Die Polizei hat ihre Ermittlungen längst eingestellt. Aber ich werde niemals aufgeben. Und ich bin bereit, alles zu tun!«Wer ihm auf der Straße begegnet, hält Jeremiah Hunt für einen Blinden. Doch dieser Eindruck trügt: Er hat bei einem geheimen Ritual zwar sein normales Augenlicht verloren, doch nun kann er sehen, was den Menschen verborgen bleibt: die Geister der Toten, die sich noch nicht von den Lebenden trennen können, die Hexen und magischen Geschöpfe, die unerkannt unter uns leben. Endlich findet Hunt so auch eine Spur, die ihn vielleicht zu seiner Tochter führen wird – oder in den Tod …

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[Rezension] Kim Harrison – Blutnacht

Erstellt von Anja am 23. Januar 2010

Leseprobe                       

Der 1. Satz

Ich lehnte mich über den Glastresen und schielte auf den Preis der hochwertigen Rotholz-Zauberstäbe, die so sicher wie Schneewittchen in ihren luftdichten Särgen lagen.

Kurzbeschreibung: Ihr Name: Rachel Morgan. Ihr Job: Kopfgeldjägerin. Ihre Aufgabe: Auf den Straßen von Cincinnati Vampire, Hexen und andere finstere Kreaturen zur Strecke zu bringen. Ihr Problem: Sie selbst hat eine düstere Vergangenheit. Rachel muss unbedingt herausfinden, wer ihren Vampirfreund Kisten umgebracht hat – doch dummerweise fehlt ihr jede Erinnerung an die Nacht seiner Ermordung, und Halloween steht vor der Tür. Und dann taucht auch noch Algaliarept wieder auf, der Dämon, der Rachel seine Verbannung verdankt und um jeden Preis Rache will. Ein wütender Dämon ist kein leichter Gegner, nicht einmal für Rachel. Als neben ihrem eigenen Leben noch zwei weitere auf dem Spiel stehen, muss sie sich entscheiden: Wagt sie ein weiteres Mal einen Handel mit einem Dämon, oder macht sie sich auf den Weg ins Jenseits?

Meine Meinung: Beim Kauf dieses Buches habe ich nicht darauf geachtet, dass es sich um Band 6 der Rachel-Morgan Reihe handelt. Dewegen war ich recht skeptisch, ob ich ohne Kenntnisse der vorigen Bücher gut mitkommen würde. Leider war dem auch so.

Leser, die die ersten Bände nicht kennen, werden ihre liebe Mühe haben, sich auch nur ansatzweise in die Handlung einzufinden. Zu viel wird vorausgesetzt, immer wieder gibt es Querverweise auf das bisherige Geschehen, tauchen Personen aus den früheren Bänden auf. Trotzdem gelingt es Harrison die Aufmerksamkeit des “unwissenden” Lesers an die Seiten zu fesseln. Sie  liefert mit der Verfolgung der Heldin durch den Dämon AI mehr als genug spannende und gefährliche Verwicklungen. Auch die magischen Wesen sind anders als sie man sich vorgestellt hat. Die Pixies, die ein wenig an Feen erinnern, werden ziemlich lebhaft dargestellt. Sie können fluchen was das Zeug hält. Dabei bekommt man immer wieder neue Wortschöpfungen präsentiert, wie z.B.: “Auf keinen fairyverschissenen Fall!”

Also mein Tipp: Mit dem ersten Band der Serie anfangen und sich langsam in das Leben der Rachel Morgan reinlesen. Dann stellt sich sicher pures Lesevergnügen ein.

Der letzte Satz:

Und wenn sie nicht gestorben ist, dann ist sie grad im Jenseits.


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[Rezension] Michael White – Der Orden der schwarzen Sphinx

Erstellt von Anja am 29. November 2009

Der 1. Satz:

Er schneidet den Benzinschlauch im Auto des Mädchens durch, während sie bei ihrer Freundin zu Abend isst, dann sieht er zu, wie das Benzin auf den Asphalt spritzt und vom Auto weg den Hügel hinunterrinnt, während der Rest langsam verdunstet.

Kurzbeschreibung: In Oxford wird eine junge Frau mit durchschnittener Kehle gefunden. Ihr Herz ist herausgeschnitten worden, an seiner Stelle liegt eine alte Goldmünze im Brustkorb. Vierundzwanzig Stunden später wird eine weitere Frau ermordet. Diesmal wurde das Gehirn entfernt, und eine Silbermünze liegt im Schädel. Der Polizeifotograf Philip Bainbridge und seine Freundin Laura finden heraus, dass es vor hundertfünfzig Jahren bereits eine ähnliche Mordserie gab – bei einer ganz bestimmten, seltenen Planetenkonstellation. In einem alten Dokument stoßen sie auf den mysteriösen Orden der schwarzen Sphinx. Offenbar steht er an der Spitze einer alchemistischen Verschwörung, die vor nichts zurückschreckt, um den Stein der Weisen herzustellen. Als sich die Mordanschläge in ihrer Umgebung häufen, begreifen Philip und Laura, dass sie in höchster Gefahr schweben.

Meine Meinung: “Der Orden der schwarzen Sphinx” ist ein spannender und unterhaltsamer Kriminalroman, der zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her springt. In der Vergangenheit lernt man den berühmten Isaac Newton von einer anderen Seite kennen, nämlich als Alchimisten, der den Stein der Weisen herzustellen versucht. Dort ist auch der Ursprung der Oxforder Morde, die in der Gegenwart passieren, anzusiedeln.

Die Geschichte ist ziemlich gradlinig auch wenn sie auf zwei geschichtlichen Ebenen spielt. Allerdings ist die Story ein bisschen einfach gestrickt. Die Figuren erscheinen eindimensional und klischeehaft, für mich zeichnete sich auch recht schnell ab, wer der eigentliche Drahtzieher hinter der ganzen Sache war, so daß es von dieser Seite auch keine wirkliche Überraschung am Ende gab. Leider war der Mysterieanteil verhältnismäßig gering und so würde ich es nur als Krimi bezeichnen.

Der letzte Satz:

Er steckte sie wieder in die Tasche, sah hinaus auf den strahlenden blauen Ozean und war mit sich und der Weltzufrieden.

4sterne

der orden der schwarzen sphinx

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[Rezension] Shannon Drake – Das Erwachen

Erstellt von Anja am 20. August 2009

Kurzbeschreibung: Kurz vor Halloween reist Megan mit ihrem Ehemann Finn in ihre Heimatstadt Salem. Bereits in der ersten Nacht werden die beiden von grauenvollen Alpträumen heimgesucht. Seltsame Dinge geschehen in Salem, aber niemand schein etwas zu bemerken. Wird der Dämon Bac-Dal von Finn Besitz ergreifen und Megan töten, so wie es die Kartenleserin Morwenna vorhergesagt hat?

Meine Meinung: Die Geschichte spielt in Salem, ein Ort, der bekannt wurde durch die Hexenprozesse, die im Jahr 1692 stattfanden. Gerade an Halloween zieht die Stadt massig Touristen an und auch der Wicca-Kult ist dort verwurzelt. Die Autorin Shannon Drake hat sehr gut die Hintergründe der Stadt, die Geschichte, die Mythologie in den Roman eingebunden. Durch ihre Schilderungen kann man sich alles ziemlich gut vor dem geistigen Auge vorstellen. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig, leicht zu lesen und die Story ist an sich spannend, aber meiner Meinung nach zwischendurch sehr langatmig. Man wird auf die zukünftigen Geschehnisse zu langsam herangeführt, vor allem da man sich ja vorstellen kann, was da noch passiert. Ich habe ungeduldig auf den Showdown gewartet. Wenn man endlich am Höhepunkt der Spannung angekommen ist, so ging es mir jedenfalls, denkt man, das hab ich ja gleich gewußt.

Meine Wertung: 3sterne

das erwachen

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[Rezension] Scott McBain – Das Judasgift

Erstellt von Anja am 24. Juli 2009

Kurzbeschreibung: Papst Johannes XXV. bricht urplötzlich in seiner Bibliothek zusammen und fällt ins Koma. Dr. Emiliani, der ärztliche Berater des heiligen Vaters, diagnostiziert zunächst einen Herzinfarkt, doch dann erhält er von dem Mönch Gregor einen mysteriösen Hinweis auf ein gefährliches Gift, das nach wenigen Tagen nicht mehr nachzuweisen ist. Könnte der Papst das Opfer eines Anschlags sein? Emiliani sucht Hilfe bei Kardinal Benelli, einem alten Freund des Papstes, der seit Jahren zurückgezogen in einem Kloster außerhalb von Rom lebt. Gemeinsam setzen sie alles daran, eine Verschwörung aufzudecken, die die heilige römische Kirche bedroht. Benelli fürchtet, dass ein weiterer Silberling des Judas in die Welt zurückgekehrt ist und eine tödliche Spur hinterlässt …

Meine Meinung: Eigentlich kein schlechter Ansatz, eine Geschichte um den Verräterlohn des Judas zu schreiben – wer würde bezweifeln, dass diesem Geld eine unheilvolle Aura anhaften könnte?! Aber dem Autor gelang es nicht, daraus eine spannende Geschichte zu machen. Viel zu ausschweifend erzählt, teilweise recht verwirrend, was das Mysterium um den Judassilberling angeht und auch was diese spirituelle “Welt” angeht, mit der man als Leser konfrontiert wird. Sicher kann man sagen, dass Scott McBain sehr gut recherchiert hat, was die Geschichte Roms und der Kirche angeht, aber es fehlte das gewisse Etwas, das diesen Roman wirklich zu einem Mysterythriller gemacht hätte. Leider ziemlich enttäuschend!

Meine Wertung: 2sterne

jf

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