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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

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[Rezension] Eoin Colfer – Artemis Fowl

Erstellt von Anja am 3. Oktober 2009

Der 1. Satz:

Wie soll man Artemis Fowl beschreiben?

Kurzbeschreibung: Artemis Fowl der Zweite ist elegant gekleidet, besitzt die noble Blässe eines Adligen, und sein Intelligenzquotient ist weit über dem Normalen.  Seine Gegner zittern bei der Nennung seines Namens oder bei Sicht seines hünenhaften Leibwächters namens Butler.  Dabei ist Artemis Fowl erst zwölf Jahre alt, und zugleich das größte Verbrecherhirn diesseits des Äquators.  Sein Plan, seiner Familie wieder zu ihrem alten Glanz zu verhelfen, ist ebenso verwegen wie genial: die Entführung eines Fabelwesens aus der Unterwelt im Austausch gegen Gold, unendlich viel Gold.
Durch einen Trick gelangt Artemis an das sagenhafte Buch der Elfen, und mittels modernster Computertechnologie gelingt es ihm, das Buch zu übersetzen.  Jetzt weiß er, wo und wie er eine Elfe gefangen nehmen kann.  Und tatsächlich, die Elfe Holly Short geht ihm in die Falle.
Aber Holly hat so gar nichts mit dem herkömmlichen Elfenbild gemein: Sie ist Mitglied einer im Untergrund operierenden Elitepolizeitruppe, die sich durchaus wehren kann, sei es mit Magie oder mit ihrer nuklearbetriebenen Pistole, die drei Einstellungen hat: “angeschmort, gut durch und komplett verkohlt”.  Die Pläne des sonst so selbstsicheren Jungen geraten langsam aber sicher ins Wanken, als sich Hollys Polizeikollegen, diverse Kobolde und ein Amok laufender Troll an seine Fersen heften.

Meine Meinung: Die Umschlaggestaltung weist für mich auf ein Kinderbuch hin, was allerdings keineswegs zutrifft. Nicht nur Kinder und Jugendliche werden hier ihren Spaß haben. Einfach richtig spannend geschrieben und man will  immer wissen, was nun als nächstes passieren wird. Auch gab es einiges zum Schmunzeln. Vor allem die Vorstellung, wie ein Zwerg einen Tunnel gräbt, indem er seinen Kiefer ausrenkt, die Erde “frisst”, sie in sekundenschnelle verdaut und den Rest sofort wieder hinten rausbefördert :-) Mir persönlich gefallen Fantasygeschichten, die Spannung und Witz und gute Ideen vereinen, sehr gut, wodurch ich höhere Ansprüche hatte, die hier aber alle erfüllt und weit übertroffen wurden.

Als neuer Harry Potter im Fantasy Bereich angekündigt, setzte sich Eoin Colfers “Artemis Fowl” in Deutschland schnell in den oberen Bereichen der Bestsellerlisten fest. Aber man kann Artemis überhaupt nicht mit Harry Potter vergleichen! Colfers Elfen sind durchsetzungsfähige, hochgerüstete Wesen, die unter der Erde leben und nicht ohne Grund bisher vor Menschaugen verborgen waren, sei es durch den Einsatz der etwas angestaubten Magie oder technischer Ausrüstung, die jemand wie Daniel Düsentrieb oder James Bonds Waffenausstatter “Q” erfunden haben könnte. Mit Artemis hat Colfer einen mehr als sympathischen Antiheld geschaffen, dem man beinah wünscht, dass er mit seinem Vorhaben durchkommt.

Eoin Colfer, in seinem Heimatland Irland bereits erfolgreicher Kinderbuchautor, umreißt sein Buch mit den treffenden Worten “Stirb Langsam mit Elfen.” Treffend ausgedrückt!

Der letzte Satz:

Die Details sind zu 94 Prozent zutreffend, bei sechs Prozent unvermeidbarer Extrapolation.

5sterne

artemis fowl

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[Rezension] Lewis Carroll – Die Alice Romane

Erstellt von Anja am 29. August 2009

1. Alice im Wunderland

Kurzbeschreibung: Die Titelheldin Alice wird während eines langweiligen Picknicks mit ihrer Schwester auf ein weißes Kaninchen aufmerksam, dem sie schließlich in dessen Bau folgt. Dabei landet sie in einer traumartigen Unterwelt, die vor Paradoxa und Absurditäten nur so strotzt. Beim Versuch, dem Kaninchen zu folgen, passieren dem Mädchen zahlreiche Missgeschicke. So begegnet es beispielsweise einer Gruppe winziger Tiere, die in einem Meer von Alices Tränen gestrandet sind. Ferner wird die Protagonistin im Kaninchenbau gefangengenommen und trifft auf einen Säugling, der sich plötzlich in ein Schwein verwandelt. Neben diesen Ereignissen stößt Alice außerdem auf die Cheshire Cat (Grinsekatze), die im Verlauf des Gesprächs mit ihr schließlich verschwindet, bis nur noch ihr Grinsen sichtbar ist. Danach trifft das Mädchen auf eine unendlich lange dauernde Teegesellschaft und wird nachfolgend schließlich zu einem Croquet-Spiel mit vermenschlichten Spielkarten überredet, bevor die Geschichte damit endet, dass der Herz-Bube wegen Diebstahls vor Gericht gestellt wird und Alice unter einem Baum bei ihrer Schwester aufwacht.

2. Duch den Spiegel und was Alice dort fand

Kurzbeschreibung: Wie der Titel schon vermuten lässt, nimmt Alice diesmal nicht den Weg durch einen Kaninchenbau – vielmehr gelangt sie durch einen Spiegel in eine andere Welt. Ähnlich paradox und phatasievoll wie das Wunderland stellt sich auch die Spiegelwelt dar. Sprechende Blumen, Spiegelweltinsekten, Humpti Dumpti, Dideldum und Dideldei, Löwe und Einhorn, und immer wieder sich wandelnde Szenen zeichnen Alices zweiten Traum aus.

Meine Meinung: „Alice im Wunderland“ ist ein Märchen, das nie aus der Mode kommt und das Kinder immer wieder gerne vorgelesen bekommen. Auch Erwachsene haben Spass an dieser Geschichte. Immer amüsant, unterhaltsam, vor Phantasie sprühend, lesen sich die Seiten wie im Flug. Nur allzu gern lässt man sich in diese magische Welt entführen, von ihren Gestalten verzaubern, fiebert mit der kleinen Alice mit, staunt mit ihr.
Ein Buch, nicht nur für Kinder, sondern auch all jene Erwachsenen, die ihr magisches Auge noch nicht eingebüßt haben und noch imstande sind, sich verzaubern zu lassen.

Weniger bekannt als “Alices Abenteuer im Wunderland”, ist der zweite Roman von Lewis Carroll. Doch auch dieser weiß durch Wortwitz und einer anderen, wunderbaren Fantasiewelt zu bezaubern. “Durch den Spiegel und was Alice dort fand” heißt die Fortsetzung des bekannten Kinderbuchs. Während sich der erste Alice-Roman ein Kartenspiel als durchgängiges Motiv zunutze macht, basiert Carrolls zweites Werk auf einer Schachpartie. Zu Beginn des Buches werden dem Leser die einzelnen Züge nahegebracht, die sich in der Handlung widerspiegeln. Alice beginnt die Partie als Bauer und wird letztendlich zur Königin, indem sie das letzte Feld erreicht.

Ich denke, dass die Alice Romane keine typischen Kinderbücher sind, denn die Sprache ist stellenweise schon recht veraltet, vielleicht deswegen schwer verständlich für Kinder. Unter dem Gesichtspunkt hat mir “Alice im Wunderland” sehr viel besser gefallen als “Durch den Spiegel”.

Meine Wertung: 4sterne

alice romane

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