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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

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[Rezension] Ken Follett – Die Tore der Welt

Erstellt von Anja am 16. Januar 2010

Leseprobe (PDF)          

Der 1. Satz:

Gwenda war acht Jahre alt, aber sie fürchtete sich nicht vor der Dunkelheit.

Kurzbeschreibung: England im Jahre 1327. Es ist der Tag nach Allerheiligen. In der Stadt Kingsbridge trifft sich im Schatten der Kathedrale das Volk. Vier Kinder flüchten vor dem Trubel in den nahe gelegenen Wald. Dort werden sie Zeugen eines Kampfes – und eines tödlichen Geheimnisses.
Merthin, ein Nachfahre von Jack Builder, dem Erbauer der Kathedrale, hat dessen Genie und rebellische Natur geerbt. Sein starker Bruder Ralph strebt den Aufstieg in die Ritterschaft an. Caris, Tochter eines Wollhändlers, hat den Traum, Arzt zu werden. Gwenda, Kind eines Taglöhners, will nur ihrer Liebe folgen. Und da ist noch Godwyn, Caris’ Vetter, ein junger Mönch, der entschlossen ist, Prior von Kingsbridge zu werden. Koste es, was es wolle.
Ehrgeiz und Liebe, Stolz und Rache werden den Weg dieser Menschen bestimmen. Pest und Krieg werden ihnen das Liebste nehmen, was sie besitzen. Glück und Unglück werden sie begleiten Doch sie werden die Hoffnung niemals aufgeben. Und immer wird der Schwur sie verfolgen, den sie an jenem schicksalhaften Tage leisteten.

Meine Meinung: 18 Jahre lang hat man auf die Fortsetzung von “Die Säulen der Erde” warten müssen, und dabei ist dieser 1300 Seiten dicke Wälzer rausgekommen. 200 Jahre sind in im südenglischen Kingsbridge vergangen, wo Follett seine Geschichte auch diesmal angesiedelt hat. Es geht um das Leben der Nachfahren der Figuren aus dem ersten Band.

“Die Tore der Welt” ist erstmal wunderschön anzuschauen. In echtem Leinen gebunden und mit einem roten Lesebändchen versehen, sehr schön illustrierten Umschlaginnenseiten, mit einer Karte von Kingsbridge und der Priorei im Jahre 1337 und auch der Schutzumschlag der Hardcoverausgabe macht einiges her. Die Seiten sind hauchdünn und zart, zum Glück, sonst könnte man das Buch ja nicht lange in der Hand halten. Die einzelnen Abschnitte des Buches, die nach Jahresabschnitten getrennt sind, werden durch schöne schwarz/weiß Illustrationen gekennzeichnet.

Follett hat einen sehr einfachen Schreibstil, die fast 1300 Seiten sind schnell zu lesen, aber manche Passagen finde ich etwas zu langatmig und man ist geneigt ein paar Zeilen zu überspringen. Aber ansonsten wird der Leser stetig durch die 35 Jahre im Leben von Merthin, Caris, Gwenda, Wulfric und Co. geführt und man merkt schnell, dass nicht immer alles so gelingt, wie dich das die Protagonisten wünschen. Dem Autor macht bei der Beschreibung von Zeit, Sitte und Gesellschaft wahrscheinlich so schnell niemand etwas vor. Historiker dürften hier kaum etwas zu bemängeln haben und für anspruchsvolle Leser ist es ein wahres Vergnügen, an Folletts Schilderungen teilzuhaben!

Der letzte Satz:

Der Windstoß erstarb so plötzlich, wie er gekommen war, doch Caris und Merthin hielten sich weiter in den Armen und standen noch lange auf dem Gipfel der Welt.


England im Jahre 1327. Es ist der Tag nach Allerheiligen. In der Stadt Kingsbridge trifft sich im Schatten der Kathedrale das Volk. Vier Kinder flüchten vor dem Trubel in den nahe gelegenen Wald. Dort werden sie Zeugen eines Kampfes – und eines tödlichen Geheimnisses.
Merthin, ein Nachfahre von Jack Builder, dem Erbauer der Kathedrale, hat dessen Genie und rebellische Natur geerbt. Sein starker Bruder Ralph strebt den Aufstieg in die Ritterschaft an. Caris, Tochter eines Wollhändlers, hat den Traum, Arzt zu werden. Gwenda, Kind eines Taglöhners, will nur ihrer Liebe folgen. Und da ist noch Godwyn, Caris’ Vetter, ein junger Mönch, der entschlossen ist, Prior von Kingsbridge zu werden. Koste es, was es wolle.
Ehrgeiz und Liebe, Stolz und Rache werden den Weg dieser Menschen bestimmen. Pest und Krieg werden ihnen das Liebste nehmen, was sie besitzen. Glück und Unglück werden sie begleiten Doch sie werden die Hoffnung niemals aufgeben. Und immer wird der Schwur sie verfolgen, den sie an jenem schicksalhaften Tage leisteten.

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[Rezension] Susan Hastings – Der schwarze Magier

Erstellt von Anja am 13. Oktober 2009

Der 1. Satz:

Im Jahr 1157 wird auf einer alten Burg im Südwesten Englands ein Knabe geboren.

Kurzbeschreibung: England 12. Jahrhundert: Rupert Cazeville merkt bereits als Kind, dass er besondere Fähigkeiten hat. Immer wieder hat er Visionen. Sehr zum Verdruss seines Vaters weigert sich Rupert, Ritter zu werden. Seine Mutter aber hilft ihm, seinen Wissensdurst zu stillen, und schickt ihn in ein Kloster. Doch schon bald flieht Rupert vor der strengen Züchtigung und der Ungerechtigkeit der Mönche. Die keltische Kräuterfrau Rigana nimmt sich seiner an und führt Rupert in die Welt des Druidentums und der Naturgesetze ein. Schließlich fasst Rupert den Entschluss, nach Italien zu gehen und Medizin zu studieren. Aufgrund seiner ungewöhnlichen Operationsmethoden gerät er jedoch in Konflikt mit der Obrigkeit und ist bald schon als Teufel verschrien. Als er vor der Inquisition fliehen muss, schließt er sich Richard Löwenherz an, der auf seinem Kreuzzug unterwegs ins Heilige Land ist …

Meine Meinung: Das Beste an diesem Roman war das Nachwort der Autorin, in dem sie ihre Hauptfigur, den schwarzen Magier Rupert, zu sich sprechen läßt. Rupert wird während des ganzen Romanes als sehr egozentrischer Mensch dargestellt. Durch und durch frei in Geist und Körper und weder abhängig von Königen oder Päpsten, noch von der Liebe zu Menschen.

Der Charakter des Rupert wird unsympathisch dargestellt und dennoch fasziniert er auf eine Art und Weise, wie es nur Menschen mit einer solch dunklen Seele können. Auch Richard Löwenherz kommt nicht sehr gut weg, er ist in diesem Buch eher ein bisexueller Protzer, den man nicht unbedingt bewundert. Auch die katholische Kirche bekommt den einen oder anderen Seitenhieb ab, was die Enthaltsamkeit und andere tägliche Dinge in einem Kloster betreffen.

Das ganze Buch lang rätselt man, weshalb die Hauptperson so handelt, wie sie handelt, denn ihre Gedankengänge bleiben dem Leser verborgen. Beginnt die Geschichte noch halbwegs interessant, so entwickelt sie sich im letzten Drittel (mit dem Erscheinen von Gwendolyn) zu einem  Schundroman, aus dem einzig und allein die heissen Liebesszenen, nicht unbedingt positiv, herausstechen. Mit diesem Buch bin ich leider nicht richtig warm geworden, die Grundidee fand ich super, aber die Umsetzung war leider mangelhaft.

Der letzte Satz:

Gehen wir, mein Sohn!

2sterne

der schwarze magier

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[Rezension] Ken Follett – Die Säulen der Erde

Erstellt von Anja am 8. Juli 2009

Kurzbeschreibung: König Heinrich ist tot, und schon ist im England des 12. Jahrhunderts ein Kampf um seine Nachfolge entbrannt. Der Geistliche Francis, der seine Eltern auf grausame Weise durch marodierende Söldner verloren hat, bittet seinen Bruder Philip, inzwischen erfolgreicher Prior eines einstmals heruntergekommenen und der Sünde anheim gefallenen Klosters, um Hilfe, um eine Verschwörung gegen den inzwischen mit dem Segen der Kirche versehenen Thronfolger zu verhindern. Philip macht sich auf den Weg zum Erzbischof von Canterbury und Abt von Glastonbury, der die Macht hat, die Aufständischen aufzuhalten. Gemeinsam mit dem ebenso mittellosen wie begabten Baumeister Tom, der ebenfalls ein schweres Schicksal hinter sich hat, träumt er den Traum einer Himmel stürmenden Kathedrale, die den Wogen der aufgewühlten Zeit standzuhalten versteht und ein ewiges Zeugnis Gottes auf Erden sowie seiner Barmherzigkeit unter den Menschen ist: die „Säulen der Erde“, das größte Bauwerk des Abendlands.

Um historische Fakten rankt Ken Follett seine monumentale Story, die sich vom Erbfolgestreit bis 1170, bis zur Ermordung Thomas Beckets unter der Regentschaft Heinrichs II. erstreckt. Im Mittelpunkt der zahlreichen Handlungsstränge steht die Kathedrale von Kingsbridge, Die Säulen der Erde. Dombaumeister Tom Builder möchte hier seinen Lebenstraum verwirklichen. Klosterprior Philip sieht sich den Anfeindungen des verrohten Baron Hamleigh ausgesetzt, der den Bau der Kathedrale zu verhindern sucht und sein Gebiet mit Gewaltexzessen überzieht. Follett malt detailliert die Grausamkeiten jener Zeit aus: Frauen wie die schöne Grafentochter Aliena werden Opfer von Vergewaltigung, es kommt zu Folter und Brandstiftung, zu Morden und Hinrichtungen.

Meine Meinung: Der 1150 Seiten starke Roman ist ein Meisterwerk der historischen Romane. Was Follet hier geschrieben hat, gleicht eher einem Tatsachenbericht, als einer erfundenen Story. Die Lebensumstände der einzelnen Protagonisten werden detailliert dargestellt, wobei die Gefühle jedoch nie zu kurz kommen. Die Probleme der Charaktere sind leicht nachvollziehbar und wirken daher ungeheuer authentisch. Es kreuzen sich die Wege von Königen und Bauern, von Grafen und Handwerkern, von Religion und Macht…einfach alles wird erzählt…und es wird nie langweilig! Dieses Buch muss man unbedingt gelesen haben! Und ich bin gespannt auf die Fortsetzung “Die Tore der Welt”.

5sterne

dsde

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