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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

Archiv für die 'Fantasy' Kategorie

[Rezension] Jonathan Stroud – Bartimäus 3 (Die Pforte des Magiers)

Erstellt von Anja am 6. März 2010

Originaltitel: The Bartimaeus Trilogy – Ptolemy`s Gate (2005)

Verlag: cbj (3. November 2008)

Genre: Fantasy

Seiten: 608

ISBN: 978-3570219577

Klappentext: 2000 Jahre sind vergangen, seit Bartimäus auf der Höhe seiner Macht war. Heute, gefangen in der Welt der Magier, spürt er seine Kräfte schwinden. Doch noch will Nathanael ihn nicht aus seinen Diensten entlassen, denn es herrscht Aufruhr im britischen Weltreich. Die Widerständlerin Kitty Jones eignet sich unterdessen geheimes Wissen über Magie und Dämonen an. Sie will erreichen, dass der ewige Kampf zwischen Dschinn und Menschen beendet wird. Doch dann wird London von einer unbekannten Macht angegriffen und Nathanael, Kitty und Bartimäus müssen der größten Gefahr in der Geschichte der Zauberei entgegentreten.

Der 1. Satz:

Um Mitternacht ließen sich die Assassinen von der Palastmauer fallen, vier flüchtige schwarze Schemen vor einer dunklen Fläche.

Meine Meinung: Man muss nicht unbedingt ein Fantasy-Fan sein, um diese Trilogie zu mögen. Ich finde der dritte Band ist spannender als die Vorgänger, aber leider habe ich den Witz und die flotten und ironischen Bemerkungen von Bartimäus vermisst. Die Fußnoten waren spärlicher und haben seltener zum Schmunzeln angeregt.

Aber diesmal erfährt der Leser viel mehr Hintergründe über Bartimäus` alten Meister und Zauberer Ptolemeus, die Kapitel springen zwischen Barti, Nathanael und Kitty hin und her. Man erfährt auch mehr über den “Anderen Ort”, den Bartimäus als seine Heimat benennt. Da kommt keine Langeweile auf.

Der Roman liest sich flott wie seine Vorgänger und die Hauptcharaktere weisen alle mehr oder wenige große Fortschritte in ihrer Entwicklung auf. Besonders Nathanael: von einer “Harry Potter” Kopie zu einem typischen, arroganten Zauberer, der sich erst gegen Ende dazu durchringt, sein eigenes Verhalten kritisch zu hinterfragen und sowohl Farbe zu bekennen als auch seinen eigenen Namen zu offenbaren. Kitty, deren Charakter im zweiten Band erstmals eingeführt und entwickelt wird, spielt eine wichtige Rolle in diesem Band und geht zu Herzen.

Die Spannung wird bis zum Schluss gesteigert, wo ein glorioses und geniales Ende, wenn auch tragisch, stattfindet. Dazwischen wird man von Bartimäus’ Fußnoten und Sprüchen unterhalten. Überschattet wird die Lesefreude auch davon, dass eine Trilogie per Definition nur aus 3 Teilen besteht und es damit dann auch Abschiednehmen heißt. Am Ende geht es um einen Abschied, der für alle, die mit den Figuren mitgefiebert haben, nicht einfach ist.

PS: Aber wie es aussieht, wird es wohl einen vierten Teil geben, zumindest kann man bei Amazon die englische Ausgabe schon vorbestellen.


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[Rezension] Mary Janice Davidson – Wer zuletzt beisst

Erstellt von Anja am 28. Februar 2010

Originaltitel: Undead and Unworthy (2007)

Verlag: Egmont Lyx (15. Januar 2009) Leseprobe

Genre: Fantasy/Humor

Seiten: 255

ISBN: 978-3802581977

Klappentext: Betsy Taylor, Königin der Vampire, ist kaum aus den Flitterwochen zurückgekehrt, als eine Horde wilder Blutsauger in ihr Haus einfällt und ihre Fähigkeiten als Herrscherin auf eine harte Probe stellt. Kurz darauf bittet Detektiv Nick Berry sie um Hilfe bei der Aufklärung einiger schrecklicher Mordfälle, bei denen offenbar ein Vampir die Hand im Spiel hatte. Zu allem Unglück wird Betsy außerdem vom Geist ihrer unlängst verstorbenen Stiefmutter verfolgt, die nach dem Tod noch viel unausstehlicher ist als zu Lebzeiten. Und auch das Eheleben mit ihrem frisch angetrauten Gatten Eric verläuft alles andere als harmonisch.

Der 1. Satz:

Mir war langweilig.

Meine Meinung: Das war nun inzwischen schon der 7. Band der Betsy Taylor Reihe, und wieder sehr erfrischend, kurzweilig und schnell durchgelesen. Aber irgendwie fehlte auch der “Biss”  an der ganzen Geschichte. Es war zwar nicht langweilig, denn Betsy ist auch ohne Action recht unterhaltsam, aber richtige Spannung kam nicht auf.

Sinclair scheint wie ausgewechselt zu sein: er lachte tatsächlich ziemlich oft, was in den anderen Bänden eher eine Seltenheit war. Betsy hat nur einmal kurz ans Shoppen gedacht. Auch sind die Streitereien zwischen Betsy und ihrem Gatten Sinclair nicht mehr so heftig und spritzig, was ich etwas vermisst habe. Ausserdem fehlen die heißen kribbelnden Szenen zwischen Betsy und Sinclair total. Die Sprüche sind nicht mehr besonders originell, die ganze Story kommt irgendwie nicht so richtig “zum Punkt” und das ein paar liebgewonnene Personen auch noch einen so grässlichen Tod finden, finde ich auch nicht gut.

Betsys Kräfte werden immer seltsamer und unerklärlicher, man weiß gar nicht was man davon halten soll, nichts wird richtig aufgeklärt.

Die Bonusstory “Speed Dating auf Werwolf – Art” hat mir gut gefallen, ist an sich aber nichts besonderes, da sich die Geschichte auch auf normale Menschen übertragen lässt.



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[Rezension] Lynda Hilburn – Kismet Knight: Vampirpsychologin

Erstellt von Anja am 27. Februar 2010

Originaltitel: The Vampire Shrink (2007)

Verlag: PAN (28. Dezember 2009) Leseprobe

Genre: Fantasy/Romance-Fantasy

Seiten: 459

ISBN: 978-3426283028

Kurzbeschreibung: Der attraktive Vampir Devereux hat in den letzten 700 Jahren viel erlebt, doch nun lernt er eine Frau kennen, an der er sich die Zähne ausbeißen könnte: Die Psychologin Kismet glaubt nicht an das Übersinnliche und hält Vampire für Hokuspokus. Devereux versucht mit allen Mitteln, sie zu überzeugen. Kismet findet für jede seiner übermenschlichen Fähigkeiten eine rationale Erklärung. Mehr noch: Sie ist sicher, einer neuen Geistesstörung auf die Spur gekommen zu sein und bietet »Betroffenen« ihre Dienste als Vampirpsychologin an. Natürlich bringt sie sich damit in größte Gefahr. Devereux ist versucht, die sturköpfige Frau in ihr Unglück laufen zu lassen – aber da er sich unsterblich in sie verliebt hat, muss er sie immer wieder retten.

Der 1. Satz:

Meine Beziehung zu Vampiren begann in aller Unschuld.

Meine Meinung: Kismet Knight ist Psychologin und, wie der Buchtitel schon verrät, Hauptcharakter dieses Romans. Sie ist Wissenschaftlerin und glaubt nicht an das Übersinnliche, und schon gar nicht an Vampire. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt. Kismet ist stur, sarkastisch, ein Kontrollfreak und nicht leicht zu überzeugen.

Die Geschichte ist sehr flüssig und leicht zu lesen, hat alles, was man von diesem Genre erwarten kann: sie regt manchmal zum Schmunzeln an, auch die Erotik kommt nicht zu kurz und ein wenig Action und Spannung ist enthalten. Die Vorstellung, dass sich ein Vampir vor dem Anblick von Blut ekelt ist schon einen Lacher wert, oder?

Leider konnte mich die Figur der Kismet nicht unbedingt immer überzeugen. Für eine Psychologin fand ich sie zeitweise ziemlich naiv und begriffsstutzig. Bis weit über die Hälfte des Buches ist die junge Psychologin der Überzeugung, es mit einer Horde Spinner zu tun zu haben, die ihre seltsamen Fantasien allzu stark ausleben. Spätestens die ein-und ausfahrbaren Reisszähne hätten mich aber restlos von der Existenz von Vampiren überzeugt, aber Kismet ist Meisterin der Verdrängung. Erst spät akzeptiert sie Devereux, als das, was er nun mal ist: ein mindestens 700 Jahre alter Vampir mit vielen “magischen” Fähigkeiten.

Ansonsten ist “Kismet Knight: Vampirpsychologin” für alle zu empfehlen, die sich der Romance-Fantasy verschrieben haben und ein wenig auf Kitsch und gängige Klischees stehen.


Für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanke ich mich nochmal herzlich bei:


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[Rezension] Seanan McGuire – October Daye: Winterfluch

Erstellt von Anja am 15. Februar 2010

Kurzbeschreibung: Einst wurden die mächtigen Fae von den Menschen wie Götter gefürchtet und verehrt. Dann schwanden sie dahin, wurden vergessen und in das Reich der Legenden verbannt. Doch unbemerkt von der Welt existieren sie weiter, hinter den magischen Schleiern, in den hohlen Hügeln der Anderswelt. October Daye ist ein Kind beider Welten, die Tochter eines Menschen und einer Feenfrau. Wegen ihres menschlichen Erbes von den Fae verachtet, wählte sie einst ein Leben unter den Sterblichen. Aber dann verlor sie alles, was ihr lieb war, und seitdem meidet sie Menschen und Fae gleichermaßen. Da wird in San Francisco eine mächtige Fürstin des Feenvolkes ermordet, und Tobys Leben gerät erneut aus den Fugen. Denn durch einen Fluch, den die Fürstin Evening Winterrose unmittelbar vor ihrem Tod ausspricht, ist Toby verpflichtet, die Mörder zu finden und zu stellen. Kann sie dies nicht erfüllen, ist ihr eigenes Leben verwirkt. Um dem Fluch zu entkommen und den Tod von Evening zu rächen, bleibt Toby nichts anderes übrig, als in die Welt der Fae zurückzukehren und sich ihrem lang verdrängten Schmerz zu stellen. Doch kaum hat sie die Ermittlungen aufgenommen, gerät sie selbst ins Visier der Mörder.

Der 1. Satz:

Das Telefon klingelte. Schon wieder.

Meine Meinung: Der erste Teil der October Daye Reihe “Winterfluch” ist eine Mischung aus Urban Fantasy und Kriminalroman. Meine Erwartungen waren groß, das Cover finde ich sehr gelungen, genauso stelle ich mir die Person der October Daye vor.

Es geht schon spannend los, der Prolog ist fesselnd und liest sich vielversprechend. Nur leider hält sich die Spannung nicht lange. Die Handlung plätschert so vor sich hin, erst im letzten Drittel, mit der Überführung der Täter, kommt wieder Action auf. Die vielen Charaktere sind anfangs ein Wirrwarr, weder der Leser noch Toby weiß, wer wirklich auf ihrer Seite kämpft und wem man besser nicht über den Weg trauen sollte.

Die Grundidee irische bzw. keltische Mythologie und Elemente der Kriminalliteratur in einem Roman zu kombinieren gefiel mir gut. Zur Einführung steht auf der ersten Seite ein Leitfaden zur Aussprache der keltischen Begriffe. Gute Idee, nicht so gute Umsetzung. Für  Verwirrung sorgten die viel zu vielen Namen der verschiedenen Fae-Wesen, die kaum oder gar nicht beschrieben wurden. Ich kenne mich in der Mytholgie nicht aus, daher weiß ich nicht, was Daoine Sidhe, Selkies oder Tylwyth Teg sind. Da hätte ich gern mehr darüber erfahren, aber wahrscheinlich hätte das die Grenzen des Romans gesprengt.

Trotz der meiner Kritik hat Seanan McGuire einen guten Schreibstil, nicht zu flach und sehr bildlich, so dass die phantastische Feenwelt mit den vielen mystischen Begriffen wie Rosenkobolde, Pixies und Trugbanne farbenprächtig dargestellt und erzählt wird. Es liest sich zwar flüssig aber es fehlt an der nötigen Tiefe der Handlung, somit plätschert sie Kapitel für Kapitel als Erzählung dahin.

Wahrscheinlich werde ich trotzdem den nächsten Band lesen, denn jetzt bin ich schon neugierig geworden, wie es mit Toby und der wundervollen Feenwelt weitergeht.


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[Rezension] Jeanine Krock – Die Sternseherin

Erstellt von Anja am 11. Februar 2010

Kurzbeschreibung: Die Feentochter Estelle kann die Gefühle der Menschen in ihrer Umgebung wahrnehmen. Sie muss jemanden nur berühren, schon kennt sie seine innersten Wünsche und Sehnsüchte. Diese besondere Gabe stürzt Estelle immer wieder in ein tiefes Gefühlschaos. Als sie dem attraktiven Julen begegnet, ist er der Einzige, dessen Geheimnisse sie nicht sofort erspüren kann. Eigentlich könnte er der perfekte Mann für sie sein. Doch Estelle fühlt sich zu dem Vampir Asher hingezogen, er in seinem Wesen alles vereint, was sie eigentlich ablehnt. Der Vampir scheint ein dunkles Geheimnis zu hüten und zieht Estelle doch magisch an. Zusammen mit den beiden Männern macht sie sich auf die Suche nach einem mysteriösen Buch, das ihr zeigen soll, wie sie ihre Gabe beherrschen kann. Dabei gerät sie in einen Strudel der Leidenschaften und muss sich schließlich entscheiden: Elf oder Vampir? Doch einer der beiden scheint ein falsches Spiel mit ihr zu treiben.

Der 1. Satz:

Mit einem Tuch tupfte sich der Redner den Schweiß von der Stirn und nahm einen großen Schluck aus seinem Wasserglas, bevor er weitersprach: “Die nachtaktive Spezies, die ich Ihnen heute vorstellen möchte, gehört gemeinhin in das Reich der Fabeln und Mythen.

Meine Meinung: Angelockt vom sehr schön gestalteten Cover (und natürlich auch vom Klappentext)  habe ich “Die Sternseherin” als Rezensionsexemplar von Egmont Lyx angefordert und bekommen. Nachdem es eine Weile im Regal stand, habe ich es nun endlich in die Hand genommen. Wieder einmal zu spät habe ich mitbekommen, dass “Die Sternseherin” eine Nachfolgeband von “Der Venuspakt” ist, aber zum Glück lässt sich das Buch ohne Vorkenntnisse des letzten Bandes lesen.

Die Feentochter Estelle wirkt verwirrt und uneins mit sich selbst, hat Visionen, die sie nicht kontrollieren kann. Ihre Abneigung gegen Vampire ist hervorstechend. Teilweise ist alles sehr verwirrend und sprunghaft von einer Szene zur nächsten geschrieben. Handlungsstränge, wie zum Beispiel die Suche nach dem “Jungbrunnen” oder die Suche nach dem Grimoir werden nur am Rande gestreift, sind aber meiner Meinung interessant genug, um sie mehr auszuführen und ich hätte gern mehr darüber gelesen.

Das Hauptaugenmerk der Autorin lag eindeutig auf der Lovestory; sie war gut durchdacht und umgesetzt und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht, da eine Dreiecksbeziehung beschrieben wird, die sich eigentlich keiner der Drei so vorgestellt hatte. Beide Männer sind geheimnisvoll und sind nicht unbedingt das, was sie vorgeben zu sein. Die Erotik kam dabei natürlich nicht zu kurz und wurde durch die Unentschlossenheit von Estelle den beiden Männern gegenüber bestimmt und es knisterte gewaltig. Jeanine Krock hat einige Überraschungen auf Lager, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Auf jeden Fall sind die erotischen Szenen sehr geschmackvoll beschrieben.

Aber neben der Liebe kam die Spannung etwas zu kurz. Es war keinesfalls langweilig, aber mir fehlte ein wenig mehr Action. Die kurze Kampfszene am Ende war schon wieder vorbei, bevor sie richtig in Fahrt kommen konnte. Schade eigentlich.


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[Rezension] Jocelynn Drake – Nightwalker (Jägerin der Nacht 1)

Erstellt von Anja am 8. Januar 2010

Leseprobe                     

Der 1. Satz:

Sein Name war Danaus.

Kurzbeschreibung: Mit ihren sechshundert Jahren gehört Mira zu den ältesten Vampiren Nordamerikas. Sie besitzt zudem eine Gabe, die sie von allen anderen Nachtwesen abhebt: die Macht über das Feuer. Mira wacht über die jüngeren Vampire in ihrer Domäne und sorgt dafür, dass der Frieden mit den Gestaltwandlern gewahrt wird. Eines Tages kommt der Vampirjäger Danaus in ihre Stadt. Als sie ihm im Kampf gegenübersteht, muss sie feststellen, dass auch Danaus kein gewöhnlicher Sterblicher ist. Außerdem bringt er unheilvolle Neuigkeiten: Die Naturi, grausame, archaische Elfenwesen, die einst von der Erde verbannt wurden, sind zurückgekehrt, um Menschen und Vampire gleichermaßen zu vernichten!

Meine Meinung: “Nightwalker” ist mein erstes Rezensionsexemplar von Egmont Lyx und ich war gespannt auf die Geschichte, denn der Klappentext klingt sehr vielversprechend. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

Der Plot, um einen Vampirjäger und eine einzigartige Vampirin mit besonderen Fähigkeiten, die notgedrungen eine Zweckgemeinschaft bilden müssen, um die Menschheit und die Vampire vor der Schreckensherrschaft der Naturi zu schützen, hebt diesen Roman vorteilhaft aus der Masse der Vampirromane hervor.

Wer natürlich einen romantischen Vampirroman erwartet, wird enttäuscht. Das Buch setzt seine Prioritäten ganz klar bei Action und Spannung. Es gibt viele Kampfszenen, aber leider eben auch zu wenig Romantik und Liebe. Es deutet sich zwar hin und wieder etwas an zwischen Mira und ihrem Leibwächter oder Mira und Danaus, aber so richtig kommt da nichts in Gang. Auch hätte ich gern mehr Hintergründe über die “Feuermacherin” , ihr Leben vor der Verwandlung und mehr über Danaus erfahren, aber vielleicht kommt das ja im nächsten Teil.

“Nightwalker – Jägerin der Nacht” ist für mich der gelungene Auftakt zu einer spannenden Vampirserie, die sich durch den erbitterten Kampf gegen das grausame Elfenvolk, von anderen Vampirserien unterscheidet. Die Zweckgemeinschaft des Vampirjägers und der einzigartigen Feuermacherin, ihr gegenseitiges Misstrauen, die Beweggründe der mächtigen Triade und der Machtkampf der Naturi, machen die Fortsetzung zur Pflichtlektüre.

Der Krieg der Vampire und Naturi geht weiter. Im Mai 2010 erscheint in Deutschland der zweite Band über die „Jägerin der Nacht“. „Dayhunter“ lautet der Titel der Fortsetzung.

Der letzte Satz:

“Und dann bringen wir uns gegenseitig um, wie es Gottes Wille ist!”


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[Rezension] Jonathan L. Howard – Johannes Cabal: Seelenfänger

Erstellt von Anja am 29. Dezember 2009

Eine Leseprobe findet ihr hier…

Der 1. Satz:

Walpurgisnacht. Hexensabbat, die letzte Nacht im April, in der das Böse umgeht.

Kurzbeschreibung: Ein Jahr, 100 Seelen und ein Jahrmarkt der besonderen Art: ein Seelenfänger packt aus. Der Weg in die Hölle ist nicht der angenehmste. Doch Johannes Cabal bleibt nichts anderes übrig, als ihn trotzdem anzutreten, wenn er seine Seele wiederhaben will. Er hatte sich an den Teufel verkauft, um Totenbeschwörer zu werden. Doch ohne Seele lebt es sich nur halb so gut, und daher steht Johannes wieder einmal in den heißen Hallen. Satan gibt allerdings nur ungern her, was er einmal besessen hat. Erst wenn Johannes 100 Seelen innerhalb eines Jahres rekrutieren kann, bekommt er seine eigene wieder … ein fairer Deal, oder?

Meine Meinung: Als erstes muss ich das fantasievolle Cover loben. Es erinnert mich ein wenig an Tim Burton`s “Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche” oder “Beetlejuice”. Dieses Buch ist vollgepackt mit schwarzem Humor, viel Ironie und Sarkasmus.

Der Roman lässt sich schnell und einfach lesen. Der Autor schafft es eine fantasievolle, aber dennoch glaubwürdige Welt aufzubauen und mit runden Charakteren zu beleben. Er ist amüsant zu lesen, wie sich Johannes mit den teuflischen Mitarbeitern seines Jahrmarktes auseinandersetzen muss und man kann sich problemlos in die einzelnen Charaktere hineinversetzen.

Johannes Cabal`s  Charakter ist verblüffend vielschichtig. Er ist nicht wie viele andere Helden durchweg gut oder böse, dumm oder klug, sondern so wankelmütig wie ein richtiger Mensch. Hegt man eine regelrechte Sympathie für den Sonderling, kann man ihn im nächsten Augenblick schon nicht mehr leiden, weil er eine unschuldige Seele für immer verdammen will. Doch gerade diese Mischung aus Gut und Böse, die selten so ausgeprägt geschildert wird, ist faszinierend – und zugleich auch ein wenig beunruhigend.

Ein spannender Roman mit einer herrlich düsteren Atmosphäre und einer großen Portion schwarzem Humor. Die Charaktere sind vielschichtig und geben einigen Anlass zum Lachen.

Übrigens: Die Fortsetzung “Ein Fall für Johannes Cabal – Totenbeschwörer” erscheint im Oktober 2010.

Der letzte Satz:

Dann schlief Johannes Cabal ein.


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[Rezension] Jonathan Stroud – Bartimäus 2 (Das Auge des Golem)

Erstellt von Anja am 18. November 2009

Der 1. Satz:

Bei Sonnenuntergang entzündeten die Feinde eines nach dem andern ihre Lagerfeuer und es waren so viele wie noch in keiner Nacht zuvor.

Kurzbeschreibung: Bartimäus ist wieder zurück: ebenso frech, überheblich, dreist und widerspenstig wie zuvor. Zu seinem großen Pech hat ihn der Junge Nathanael erneut beschworen. Dabei hatte Bartimäus gehofft, diesen Typen nie wiederzusehen.

Klar habe ich damit gerechnet, dass mich eines Tages wieder irgendein Schwachkopf mit spitzem Hut beschwört, aber doch nicht derselbe wie beim letzten Mal!

Im magischen England hat Nathanael inzwischen einen Posten in der Regierung inne. Doch der steht auf wackeligen Füßen. Denn Nathanael soll die Menschen finden, die im geheimen Widerstand gegen die Zaubererherrschaft organisiert sind. Zugleich treibt ein unbekanntes Monster sein Unwesen in London und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Nathanael gerät immer mehr unter Druck. Er vermutet, dass das Monster ein Golem ist. Aber alle anderen schreiben die Untaten dem menschlichen Widerstand zu.

Meine Meinung: Im Gegensatz zum ersten Band dauert es hier etwas, bis die Geschichte richtig in Schwung kommt. Und sie ist düsterer, dafür aber auch tiefgründiger als der erste Band. Aber bald gewinnt die Geschichte Fahrt, sie ist nicht mehr so leichtfüßig, hat dafür aber sehr viel mehr Tiefe gewonnen. Auch die Welt, in der es sich bewegt, wird plastischer. Eine Welt, deren Geschichte der unseren sehr ähnelt. Es gab Pyramiden und das antike Rom, ein britisches Weltreich, das von Gladstone gegründet wurde – nur das Gladstone ein Zauberer war und mit Magie das Parlament entmachtete.

Neben Bartimäus und Nathanael gibt es noch eine dritte Hauptfigur: Kitty, ein Mädchen aus dem Widerstand, das schon im ersten Band auftauchte. Durch sie erlebt man nun auch die Perspektive der Menschen, die in der von Zauberern und ihren Dämonen bestimmten Welt wenig zu sagen und noch weniger zu lachen haben. Kittys Gruppe plant einen großen Coup, um sich magische Gegenstände anzueignen. Doch ihre Gegner sind mächtiger, als sie ahnen …

Die Kapitel über  Nathanael oder Kitty, sind in der dritten Person geschrieben, Bartimäus’ Kapitel sind auch diesmal aus der Ego-Perspektive geschrieben. Und dann dreht auch Jonathan Stroud richtig auf, sarkastische Fußnoten, gerne mit geschichtlichen Gags vermischt, bösartige Lästereien über Zauberer und andere Dämonen – Bartimäus ist einfach köstlich.

Ich werde auf jeden Fall irgendwann den letzten Teil “Die Pforte des Magiers” auch noch lesen.

Der letzte Satz:

Schon war sie in der Menschenmenge auf dem Kai untergetaucht.

5sterne

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[Rezension] Jonathan Stroud – Bartimäus 1 (Das Amulett von Samarkand)

Erstellt von Anja am 14. November 2009

Der 1. Satz:

Die Temperatur im Zimmer sank rasch.

Kurzbeschreibung: Bartimäus ist selbstsüchtig, rücksichtslos, dreist und leidet nicht gerade unter Minderwertigkeitskomplexen. Er ist ein Dämon, aber doch nur ein Dschinn, gehört also zum Mittelfeld in der Hierarchie der magischen Mächte. So begeistert und überzeugt wie Bartimäus von seinen Fähigkeiten ist, bedeutet es einen herben Schlag für ihn, als er von einem kleinen Jungen beschworen wird und ihm nun zu Diensten sein muss.

Dieser Junge, Nathanael, ist Zauberergehilfe eines unfähigen, aber umso strengeren Zauberers, der einen kleinen Posten in der britischen Regierung innehat. Nathanael bildet sich heimlich in den magischen Künsten weiter. Als der bösartige Zauberer Simon Lovelace ihn demütigt, beschwört Nathanael Bartimäus, um sich an Lovelace zu rächen. Hier beginnt die Geschichte, die sich sofort in rasantem Tempo entwickelt: Bartimäus stiehlt Lovelace ein mächtiges Amulett, und schon bald sind jede Menge Zauberer und Dämonen hinter dem Dieb her. Was als Streich begann, entwickelt sich schnell zu einer folgenschweren Angelegenheit. Es geht um eine Verschwörung in höchsten Regierungskreisen, um den geheimen Widerstand der “Gewöhnlichen” (wie die Menschen im magischen Großbritannien genannt werden), und nicht zuletzt um den Machtkampf zwischen Nathanael und seinem unfreiwilligen Helfer Bartimäus. Denn obwohl Bartimäus Nathanael dienen muss, hat der Jahrtausende alte Dschinn doch eine ganze Menge Tricks im Ärmel. Und da die gesamte Macht der Zauberer auf den Dämonen basiert, ist Nathanael auf seinen neuen Gefährten angewiesen.

Meine Meinung: Eine wunderbare Geschichte, rasant, eindrucksvoll, witzig und sarkastisch und natürlich spannend bis zum Schluss. Die Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben. Man springt zwischen Nathanael und Bartmäus, die sich von Kapitel zu Kapitel abwechseln, und jeweils die Geschichte aus ihrer Sicht weitererzählen, hin und her. Temporeicher Witz, Sarkasmus und Ironie (die Fußnoten des Dschinn), vor allem von Bartimäus, zeichnen die Handlung aus und man hat einfach durchweg Freude am Lesen. Bartimäus` Erklärungen und Erzählungen vergangener Zeiten aus dem Blickwinkel eines 5000 Jahre alten Dämons sind mehr als amüsant.

Die Gespräche zwischen Nathanael und Bartimäus sind immer sehr lustig, da der Dschinn oft seinen Meister auf die Schippe nimmt…die große Vielfalt an magischen Gegenständen und Wesen haben mich sehr positiv überrascht, da Jonathan Stroud dort viel Fantasie und Witz beweist. Die Story ist spannend erzählt, und lässt sich leicht lesen, man kommt sich beinahe wie in einem Fantasy-Film vor, der mit gutem Tempo voranläuft.

Ein wunderbar exzentrischer Held, eine rasante, verrückte Geschichte, eine Fantasywelt, wie man sie bisher noch nicht kannte, viel Witz und Tempo: All das macht dieses Buch zu einem besonderen Leseereignis und -vergnügen.

Der letzte Satz:

Sozusagen als kleines Andenken – damit er mich nicht vergisst.

5sterne

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[Rezension] Kelly Meding – In drei Tagen bist du wieder tot

Erstellt von Anja am 9. November 2009

Der 1. Satz:

Ich kann mich nicht daran erinnern, wie es war, zum ersten Mal zu sterben.

Kurzbeschreibung: Nichts bringt Evangeline Stone so schnell aus der Ruhe, denn sie jagt Kobolde, Vampire und andere Geschöpfe, die eine Gefahr für die Menschheit sind. Doch dann stirbt sie bei einem Einsatz – und wacht in einem fremden Körper wieder auf. Was ist geschehen? Wer sind ihre dunklen Gegner, die schon bald versuchen, sie auch noch ein zweites Mal aus dem Weg zu räumen? Und warum bleiben ihr nur zweiundsiebzig Stunden, um das Geheimnis zu lüften? Ein atemloser Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Meine Meinung: “In drei Tagen bist du wieder tot” ist ein rasanter und packender Fantasy-Thriller, der mich ganz in seinen Bann gezogen hat. Die Hauptfigur wirkt sofort sympathisch, taff, kompetent und, durch die Tatsache, dass sie im Körper einer anderen steckt, manchmal liebenswert hilflos und unbeholfen. Evangeline hat nur drei Tage Zeit, um einer großen Verschwörung auf die Spur zu kommen. Nach und nach lichtet sich ihr lückenhaftes Gedächtnis und entblättert so Stück für Stück das große Geheimnis, das sich ganz anders darstellt als anfangs gedacht.

Kelly Meding entwirft in ihrem ersten Roman um die Dreg-Jägerin Evangeline Stone eine faszinierende neue Fantasy Welt mit vielen magischen Kreaturen, die einige andere Eigenschaften haben, als man sie aus klassischen Fantasy Romanen kennt. So sind Vampire allergisch gegen unpoliertes Holz und Gremlins sind kleine Technikgenies, wenn auch sehr, sehr kurzlebig.

Man bekommt eine spannende Geschichte mit beißendem Humor und einer Prise Gefühl und Liebe gekonnt erzählt, so dass man sich auf einen hoffentlich zweiten Teil freuen kann.

Der letzte Satz:

“Ich glaube, wir warten einfach ab, was der Tag so bringt.”

5sterne

in drei tagen bist du wieder tot

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[Rezension] Philip Pullman – Das Bernstein-Teleskop

Erstellt von Anja am 23. September 2009

Der 1. Satz:

“In einem vom Rhododendren überschatteten Tal nahe der Schneegrenze, durch das schäumend ein Bach mit grünem Schmelzwasser floss und unter dessen gewaltigen Pinien sich Tauben und Bergfinken tummelten, lag unter einer Felsnase, halb versteckt hinter den schweren, harten Blättern der Büsche, eine Höhle.”

Kurzbeschreibung: Mrs. Coulter hat Lyra in ihre Welt zurückgebracht, wo sie sie nun im Drogenschlaf vor den Schergen des Himmelreichs versteckt hält, die sie aufgrund einer alten Prophezeiung hinrichten wollen. In ihrem Schlaf träumt Lyra von Roger, der sie aus der Welt der Toten um Hilfe anfleht. Unterdessen trifft Will auf zwei Engel, die ihn und das Messer zu Lord Asriel bringen wollen. Doch Will kann Lyra nicht im Stich lassen, und so willigen die Engel schließlich ein, Will bei seiner Suche zu helfen, wenn er ihnen danach zu Asriel folgt. Denn die Engel haben Neuigkeiten über den Allmächtigen herausgefunden, der im Wolkenberg residiert. Und diese Neuigkeiten müssen dringend Asriel zu Ohren kommen, denn sie können über den Ausgang der Konfrontation entscheiden. Währenddessen rüstet der Engel Metatron für die finale Auseinandersetzung, die das Schicksal der Lebewesen auf allen Welten entscheiden wird, das eng mit dem Phänomen des Staubs verbunden ist.

Meine Meinung: Ich habe die ersten beiden Bücher der Triologie förmlich verschlungen, weil die Geschichte so fantasievoll, spannend und innovativ ist. Ich finde, die Bücher sind ganz anders als herkömmliche Fantasyliteratur. Es geht nicht darum, soviele wie möglich Fabelwesen in die Handlung einzubinden, die Trilogie ist auch gesellschaftskritisch und wissenschaftlich orientiert, allerdings nie in einem so hohen Maß, dass ich davon abgeschreckt wurde.

Leider war der dritte Band nicht ganz so fliessend und fesselnd geschrieben wie die beiden Anderen. Zwar kommen alle bereits bekannten Figuren wieder vor, aber ich wurde das Gefühl irgendwie nicht los, dass es sein “musste”. Lyra wird erwachsen. Man brennt darauf zu erfahren, welches Ende diese wunderschöne Geschichte nimmt und leider nimmt das Ganze nicht das erwünschte positive Ende. Kein Happy End!

Einige Fragen blieben aus meiner Sicht unbeantwortet. Was ist aus der Prophezeiung geworden? Wie wurde denn nun Lyra verführt? Wer soll denn die symbolische Schlange gewesen sein? Was macht sie denn zur Urmutter Eva? Und leider war die große Schlacht recht kurz und enttäuschend, obwohl viel Kriegsgeschrei ertönt, aber die Vernichtung des Bösen ist schließlich sehr einfach… Wie auch alle anderen Gefahren sehr schnell zu Ende gebracht werden. Alles in allem kein würdiger Abschluss der “His Dark Materials”-Trilogie.

Der letzte Satz:

“Die Republik des Himmels”, sagte Lyra.”

Meine Wertung: 3sterne

das bernsteinteleskoppullmann trilogie

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[Rezension] Philip Pullman – Das Magische Messer

Erstellt von Anja am 19. September 2009

Der 1. Satz:

“Will zog seine Mutter an der Hand und sagte: “Komm weiter, bitte…”

Kurzbeschreibung: Der junge Parry will das Geheimnis um seinen Vater lösen, der vor zehn Jahren bei einer Polarexpedition verschwunden ist. Durch Zufall findet er einen Zugang zu einer anderen Welt, als er vor geheimnisvollen Männern flieht. Hier trifft er auf Lyra, die ebenfalls durch ein Dimensionstor aus ihrer Heimat, die der Erde ähnelt, in diese fremde Welt gelangt ist. Auch sie ist auf der Suche nach ihrem Vater, Lord Asriel. Es stellt sich heraus, daß das Schicksal der beiden eng miteinander verknüpft ist. Gemeinsam müssen sie in den verschiedenen Welten um ihr Leben kämpfen und viele Abenteuer überstehen. Im Verlauf der Geschichte wird es immer deutlicher, daß den beiden Kindern eine Hauptrolle zugedacht ist in der anstehenden entscheidenden Schlacht zwischen Gut und Böse.

Meine Meinung: Mit “Das magische Messer” stellt Philip Pullman nach “Der Goldene Kompaß” den zweiten Band der His-Dark-Materials-Trilogie vor. Die Hauptrollen spielen der zwölfjährige Will Parry und die gleichaltrige Lyra Listenreich, Heldin des ersten Bandes. Pullman greift in diesem Buch das Prinzip von parallelen, sich in vielerlei Hinsicht ähnelnden, Welten auf. Es ist etwas schwierig, den Einstieg zu finden. Die verschiedenen Handlungsstränge scheinen zu Beginn etwas verwirrend und ohne Zusammenhang zu sein. Doch je mehr man weiterliest und sich in den Inhalt vertieft, desto besser enthüllen sich diese Zusammenhänge. Man wird immer mehr in die von Pullman geschaffenen Welten von Hexen, Technik und Magie hineingezogen.

Welten werden beschrieben, die uns so fern und gleichzeitig doch so nah sind. Ein wahrer Lesespaß für jung und alt, denn man wird in eine Phantasiewelt entführt, die einen fesselt bis zur letzten Seite. Es geht spannend weiter, keine lästigen Rückblicke auf das erste Buch, kein abflauen der Spannung, wie es manchmal bei Fortsetzungen der Fall ist.

Dieses Buch ist nicht ganz so Fantasy-Like wie das Erste, da es auch häufig in der “normalen” Welt handelt, wie man die Welt kennt.  Ein sehr spannendes Ende, das viel offen lässt für den letzten Teil. Aber es sterben eindeutig zu viele gute, wichtige und heldenhafte Menschen.

Der letzte Satz:

“Will sah von ihnen zu Lyras Rucksack und wieder zurück, und er hörte nicht ein Wort von dem, was sie sagten.”

Meine Meinung: 4sterne

das magische messer

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