[Kinokritik] Eclipse – Biss zum Abendrot

Der 3. Teil der “Twilight-Saga”, kürzlich gesehen.

Gerade als Bella Swan ihre Entscheidung getroffen hat, für ihre Liebe zu Vampir Edward das größte Opfer zu bringen, erreicht die uralte Feindschaft zwischen den Werwölfen und den Vampiren einen kritischen Punkt. Nicht nur, weil sich Werwolf Jacob unbeirrt als bessere, weil menschliche romantische Alternative zu Edward anbietet, sondern, weil Vampire und Werwölfe sich erstmals annähern und einen Pakt schließen müssen, um einen neuen Feind aufzuhalten, der Bella, Edward und das ganze Städtchen Forks bedroht.

Der Film macht fast nahtlos da weiter, wo sein Vorgänger aufhörte. Während Edward immer noch versucht, Bella ein Eheversprechen abzuringen, Bella hartnäckig auf vorehelichen Sex besteht und Jacob in der Ferne seine große Liebe anschmachtet, versetzt eine Armee von Jungvampiren Seattle in Angst und Schrecken. Die Cullens und ihre Erzfeinde die Quileutes müssen sich zusammenraufen, um die Bedrohung abzuwenden. Und dann treten auch noch die Volturi auf den Plan.

Es gibt hier gutes und weniger gutes über “Eclipse” zu sagen. Zum ersten Mal erfährt der Twilight-Fan auch mal etwas über die anderen Familienmitglieder der Cullens. In Flashbacks wird die Geschichte von Rosalie und Jasper erzählt, und das ist spannend und gut gemacht. Über eines kann man sich auch nicht beschweren: mangelnde Action-Szenen zwischen den neugeborenen Vampiren und den Wölfen, Verfolgungsjagden, (Vampir-)Training und der große Kampf. Nervenkitzel pur, die sehr gut umgesetzt wurden. Allein die Wölfe sind schon eindrucksvoll und laufen den Vampiren schwer den Rang ab. Wenn man es genau nimmt, dann ist der Plot fast schon reine Nebensache, da selbstverständlich die Dreiecksbeziehung von Edward, Bella  und Jakob immer noch Vorrang hat.

Der dritte Film ist ernster, dunkler und gefährlicher als seine Vorgänger. Natürlich kommen auch die Romantiker unter uns nicht zu kurz, aber für meinen Geschmack viel zu viel Kitsch dabei. Vielleicht bin ich auch zu alt für diesen Teenager-Film :-) Und bis es zu den Actionszenen kommt, passiert auch nicht wirklich viel aufregendes. Bbesonders die Momente zwischen Bella und Edward ziehen sich teilweise sehr. Anstatt in der Handlung weiter zu gehen, wenn gesagt wurde, was gesagt werden musste, wird weiter draufgehalten. Das gibt dem ganzen nicht  mehr Tiefe, sondern zieht den Film nur in die Länge. An dieser Stelle wären kurzweiligere, aber dafür intensivere Umsetzungen wünschenswert gewesen.


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