Originaltitel: The Black Dagger Brotherhood: An Insider`s Guide
Verlag: Heyne Verlag (8. Dezember 2009)
Genre: Fantasy
Taschenbuch: 672 Seiten
ISBN: 978-3453526389
Klappentext: Mit “Die Bruderschaft der Black Dagger”, dem offiziellen Führer, legt J.R. Ward einen einzigartigen Materialienband zu ihrer Mystery-Bestsellerserie vor. In zahllosen Interviews, Diskussionsbeiträgen, Hintergrundinformationen und der exklusiven Black Dagger Novelle “Vater, mein Vater” lüftet sie die dunklen Geheimnisse der Vampirbruderschaft.
Novelle: Der Krieger Zsadist hat in der schönen Bella die Frau seines Lebens gefunden. Nur sie allein kann dem ruhelosen und Furcht einflößenden Vampir endlich Frieden geben. Doch Zsadists Vergangenheit als Blutsklave und die Schuld, die er auf sich geladen hat, lasten schwer auf ihm. Als seine kleine Tochter Nalla geboren wird, stürzt er in einen Abgrund aus Verwirrung und Verzweiflung. Bella sieht schließlich keinen anderen Ausweg mehr, als ihren Hellren zu verlassen…
Der 1. Satz:
“Also ich finde, Bella sieht richtig gut aus.”
Meine Meinung: Zu diesem Buch eine Meinung bzw. eine Rezension abzugeben, fällt mir sehr schwer. Wahrscheinlich weil es eben kein richtiger Roman ist. Dieser Führer enthält eine Vielzahl an Informationen: Eine Novelle, die Dossiers der Bruderschaft, entfallene Szenen, die besten/witzigsten Stellen aus den Büchern, Interviews mit den Kriegern, eine Zeittafel und noch vieles mehr. Die Novelle und die entfallenen Szenen haben mit sehr gut gefallen. Da schreibt die Autorin in dem Stil, wie ich ihn auch aus den Black Dagger-Büchern kenne und liebe. Alles andere sind, mehr oder weniger, Zusammenfassungen bereits bekannter Texte. Wirklich neue Informationen bekommt der Leser nicht, was ich etwas enttäuschend finde.
In „Die Dossiers der Bruderschaft“ stellt die Autorin die einzelnen Mitglieder der Bruderschaft noch einmal ausführlich mit Steckbrief, Interview und Nacherzählung der Romanhandlung vor. Mir kam es dabei etwas seltsam vor, dass sich J.R. Ward selbst als Autorin mit ihren scheinbar realen Figuren spricht und sie bei ihren privaten Hobbies wie Fliegen-Fischen, Golfen oder Raketen abschießen begleitet.
Weiter geht es mit dem Kapitel „Von Autor zu Autor“, in dem die Autorin Schreibanfängern praktische Tipps gibt und gleichzeitig auch einige nützliche Infos über die Entstehung der einzelnen Romane verrät. Für mich ein eher uninteressantes Kapitel. Und „Das Black Dagger Proposal“ zeigt dann den frischgebackenen Autoren einen Weg sich bei einem Verlag oder einem Agenten zu bewerben.
„Lachen mit der Bruderschaft“ sind gesammelte Zitate aus den verschiedenen Romanen, die man sich auch sparen kann, wenn man alle Bücher schon gelesen hat. Auch unnötig ist das Kapitel „Die Bruderschaft auf dem Forum“ aus. Wieder einmal wird so getan als würden die Krieger real existieren, sich in dem Forum der Autorin vergnügen und auf die Anfragen der begeisterten Leser antworten.
Am überflüssigsten fand ich die Zeittafel, wer wann geboren wurde, wann er seine Transition durchlebte und wann heiratete, in chronologischer Reihenfolge. Zum Glück nur zwei Seiten lang. Und die Alte Sprache: Es folgt nur eine lachhafte schwarz-weiß Abbildung mit seltsamen Zeichen darauf.
Also alles in allem, außer der Kurzgeschichte um Zsadist und Bella/Nalla und den entfallenen Szenen, nur eingefleischten Black Dagger Fans zu empfehlen.
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