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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

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Archiv für März 9th, 2010

[Zitate aus ...] Grant Naylor – Roter Zwerg

Erstellt von Anja am 9. März 2010

direkt auf Seite 1:

“Beschreiben Sie, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von Diagrammen, die genauen Umstände, die zu Ihrem Tod geführt haben.”

Seiner Ansicht nach war man entweder tot oder man lebte. Und wenn man schon tot war, sollte man nicht gezwungen sein, sich mit unverständlichen Formularen und ähnlichem Unsinn herumzuschlagen.

Seite 12:

Sein Verstand lief Amok, und er stellte sich eine lange, mit Erdbeergeschmacksverhütern ausstaffierte Schlange von Liebhabern vor der Schlafzimmertür seiner Ehefrau vor.

Einfach zum Brüllen…

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[Rezension] Simon Beckett – Leichenblässe

Erstellt von Anja am 9. März 2010

Originaltitel: Whispers of the Dead (2009)

Verlag: Wunderlich Verlag (16. Januar 2009)

Genre: Thriller

Seiten: 416

ISBN: 978-3805208666

Klappentext: Eigentlich möchte David Hunter nach seiner Genesung nur ein wenig auf andere Gedanken kommen und folgt daher der Einladung seines Mentors Tom Lieberman an dessen Forschungsinstitut nur allzu gerne. Doch schon bald ist es mit Forschung alleine nicht mehr getan. Lieberman soll die stark verweste Leiche eines Mordopfers untersuchen. Der gesundheitlich stark angeschlagene Lieberman bittet seinen Freund Hunter, ihm bei der Arbeit zu helfen. Dessen Anwesenheit stößt bei den Agenten des Tennessee Bureau of Investigation und beim zuständigen Pathologen auf eisige Ablehnung. Doch Lieberman boxt seinen ehemaligen Schüler allen Widerständen zum Trotz durch. Schnell stellen sich Probleme bei der Untersuchung der Leiche ein. Die Todesursache ist nicht eindeutig zu klären, der Zeitpunkt des Todes ist unklar, was die Anthropologen am meisten überrascht, merkwürdige Fingerabdrücke werden gefunden und die Identifikation des Opfers birgt ungeahnte Schwierigkeiten. Nichts an der Leiche und am Fundort ist so, wie es sein sollte. Zu allem Überfluss rennt den Ermittlern die Zeit davon, denn weitere Opfer tauchen auf. Hunter und Lieberman wird klar, dass der Täter mit ihnen spielt und ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt. Beide ahnen jedoch nicht, dass sie selbst in tödlicher Gefahr schweben.

Der 1. Satz:

Die Haut. Das größte Organ des Menschen ist zugleich das am wenigsten beachtete.

Meine Meinung: Simon Beckett ist zurück! Mit ihm natürlich der Held seiner ersten beiden Bestseller, der forensische Anthropologe David Hunter. Nach den ersten 2 Bänden ist auch “Leichenblässe” wieder ein gelungener Pathologie Thriller geworden. Gewohnt spannend, jeder Thriller Fan kommt hier auf seine Kosten. Ich fand ihn sogar noch spannender als die Vorgänger, wobei ich raten würde erst “Die Chemie des Todes” und dann “Kalte Asche” zu lesen, bevor man sich diesem Teil widmet.

Die Beschreibungen der Leichen in ihren unterschiedlichen Verwesungsstadien erfordert zwar einen guten Magen, aber damit habe ich keine Probleme. Die forensischen und anthropologischen Fachbegriffe werden sehr anschaulich und bildlich erläutert, so dass auch ein Laie alles gut versteht und sogar noch etwas lernt. Simon Beckett besticht wieder mit seiner Art zu schreiben. Bereits nach wenigen Seiten ist man total gefesselt und kann nicht aufhören zu lesen.

Die immer neuen Wendungen im Geschehen, lassen die Spannung bis zum Schluss auf einem hohen Level bleiben. Wenn man denkt, den Mörder identifiziert zu haben, wird alles wieder über den Haufen geworfen. Ein Buch, dass man nach den ersten Seiten schon nicht mehr aus der Hand legen möchte. Der Hammer der Erkenntnis schlägt gnadenlos zu…wieder und wieder, bis zur letzten Seite. Thrillerkost vom Feinsten!

Ein rundum gelungenes Buch, das Grusel garantiert. Ich kann allen nur raten, es selbst zu lesen…..aber es ist nicht unbedingt etwas für zarte Gemüter.


7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen noch besser als die Vorgänger, 19. Januar 2009
Von robby “lese gern” (Osnabrück/Niedersachsen) – Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)

Nun ist also nach “Chemie des Todes” und “Kalte Asche”Becketts drittes Buch “Leichenblässe” erschienen und ich muss sagen, für mich ist dieser dritte Teil der Beste.Es bietet sich auch an, die Bücher hintereinander zu lesen, da das Leben des Hauptprotagonisten, David Hunter, immer wieder eine Rolle spielt und in jedes Buch Bezug auf vorausgegangene Ereignisse nimmt, so auch hier.

David Beckett hat sich von seiner Messerattacke und den damit verbundenen physischen , aber vor allem den psychischen Folgen noch nicht erholt. Er zweifelt daran,ob er seine Arbeit weiterführen kann. Da kommt ihm die Einladung eines guten Freundes aus Tennesee gerade recht, der ihm vorschlägt auf einer Body Farm, auf der er leitender forensischer Antropologe ist, Leichenstudien zu betreiben.Doch gerade in Amerika angekommen , wird Hunter schon in einen Mordfall hineingezogen, der sich dort ereignet hat.Von den Ermittlern vor Ort immer wieder kritisch beäugt und sogar abgelehnt, hilft er seinem alten Mentor und Freund Tom Liebermann bei der Aufklärung eines sehr verzwickten Falles.Leichen, die gefunden werden, stimmen von ihrer Identität nicht überein.IN einem Sarg, indem eigentlich ein toter weißer Mann liegen soll,werden die Überreste eines Farbigen gefunden, dessen Todeszeit schon wesentlich länger zurückliegen muss. Die Forensiker stehen vor einem Rätsel. Als dann der ermittelnde Profiler verschwindet, geht man davon aus, es mit einem Serientäter zu tun zu haben. Wer von denen an dem Fall Beteiligten ist als nächsten dran?

Mit gewohnter Spannung kommt auch der neue Beckett daher, ich fand ihn sogar noch spannender als die Vorgänger. Die Beschreibungen der Leichen in ihren unterschiedlichen Verwesungsstadien erfordern schon einen guten Magen,waren für mich aber auch sehr interessant.Leser, die medizinisches Interesse haben, kommen hier voll auf ihre Kosten.Aber auch die immer neuen Wendungen im Geschehen lassen die Spannung auf einem hohen Lavel bleiben. Simon Beckett hat es mit seinem Buch geschafft, dass ich trotz dreier Kinder und einem zeitintensiven Job, das Buch in 1 1/2 Tagen durchgelesen habe, was meiner Meinung nach für seine Qualität spricht.

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