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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

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[Rezension] John Katzenbach – Die Rache

Erstellt von Anja am Mittwoch 3. März 2010

Originaltitel: Day of Reckoning

Verlag: Droemer/Knaur (1. Juni 2009)

Genre: Thriller

Seiten: 512

ISBN: 978-3426503577

Klappentext: Megan und Duncan Richards haben Karriere gemacht – doch ihre Vergangenheit holt sie ein. Als naive Studenten hatten sie sich einer radikalen Gruppe angeschlossen und bei dem gescheiterten Überfall auf einen Geldtransporter mitgemacht. Olivia Barrow, die Rädelsführerin, war dafür ins Gefängnis gewandert. Doch nun wird sie aus der Haft entlassen und hat sich geschworen, an den Verrätern von damals erbarmungslos Rache zu nehmen. Sie entführt den Sohn der Richards sowie dessen Großvater als Druckmittel, und es beginnt ein gandenloses Katz- und Maus-Spiel.

Der 1. Satz:

Sie war, fand sie, ein Glückspilz.

Meine Meinung: Ich habe bisher jeden Katzenbach Roman gelesen und alle waren sie sehr spannend und zum Teil nervenaufreibend. Leider ist “Die Rache” nicht sein bester Roman. Die Geschichte ist von anfang an klar umrissen: Man weiß was 1968 passiert ist, wer die Entführer sind und was sie wollen. Dadurch geht die Spannung flöten, weil man ja schon weiß wie es weitergeht oder es sich zumindest ausmalen kann. Es gibt keine überraschenden Wendungen, wie man es von John Katzenbach gewöhnt ist. Es zieht sich alles hin, bis gegen Ende sich das Paar entschließt sich zu wehren und zurückzuschlagen. Soweit, so gut, aber…

**Achtung: Spoiler**

Das Ende ist typisch amerikanisch, wie ich finde: Duncan und Megan, die sich einfach mit Waffen eindecken und ohne sich damit überhaupt vertraut gemacht zu haben, sofort im Morgengrauen einen Angriff auf das mit Gangstern besetzte Haus wagen, die Gangster killen, ihre Töchter mitschleppen, die dann auch noch der Obergangsterbraut den finalen Schuss verpassen und schlussendlich Sohn sowie Opa befreien. Wer`s glaubt…

Der Roman ist sehr unglaubwürdig. Am meisten hat mich eben das Ende gestört. Das Ausbleiben der Konsequenzen für das Paar, die damals an dem Banküberfall mit Todesfolge beteiligt waren, dass die einfach in der Gegend rumgeballert haben und Duncan seine Bank beraubt hat, um das Geld für die Entführer zusammen zubekommen. Und niemand hat`s gemerkt.


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