[Rezension] Jeanine Krock – Die Sternseherin
Erstellt von Anja am Donnerstag 11. Februar 2010
Kurzbeschreibung: Die Feentochter Estelle kann die Gefühle der Menschen in ihrer Umgebung wahrnehmen. Sie muss jemanden nur berühren, schon kennt sie seine innersten Wünsche und Sehnsüchte. Diese besondere Gabe stürzt Estelle immer wieder in ein tiefes Gefühlschaos. Als sie dem attraktiven Julen begegnet, ist er der Einzige, dessen Geheimnisse sie nicht sofort erspüren kann. Eigentlich könnte er der perfekte Mann für sie sein. Doch Estelle fühlt sich zu dem Vampir Asher hingezogen, er in seinem Wesen alles vereint, was sie eigentlich ablehnt. Der Vampir scheint ein dunkles Geheimnis zu hüten und zieht Estelle doch magisch an. Zusammen mit den beiden Männern macht sie sich auf die Suche nach einem mysteriösen Buch, das ihr zeigen soll, wie sie ihre Gabe beherrschen kann. Dabei gerät sie in einen Strudel der Leidenschaften und muss sich schließlich entscheiden: Elf oder Vampir? Doch einer der beiden scheint ein falsches Spiel mit ihr zu treiben.
Der 1. Satz:
Mit einem Tuch tupfte sich der Redner den Schweiß von der Stirn und nahm einen großen Schluck aus seinem Wasserglas, bevor er weitersprach: “Die nachtaktive Spezies, die ich Ihnen heute vorstellen möchte, gehört gemeinhin in das Reich der Fabeln und Mythen.
Meine Meinung: Angelockt vom sehr schön gestalteten Cover (und natürlich auch vom Klappentext) habe ich “Die Sternseherin” als Rezensionsexemplar von Egmont Lyx angefordert und bekommen. Nachdem es eine Weile im Regal stand, habe ich es nun endlich in die Hand genommen. Wieder einmal zu spät habe ich mitbekommen, dass “Die Sternseherin” eine Nachfolgeband von “Der Venuspakt” ist, aber zum Glück lässt sich das Buch ohne Vorkenntnisse des letzten Bandes lesen.
Die Feentochter Estelle wirkt verwirrt und uneins mit sich selbst, hat Visionen, die sie nicht kontrollieren kann. Ihre Abneigung gegen Vampire ist hervorstechend. Teilweise ist alles sehr verwirrend und sprunghaft von einer Szene zur nächsten geschrieben. Handlungsstränge, wie zum Beispiel die Suche nach dem “Jungbrunnen” oder die Suche nach dem Grimoir werden nur am Rande gestreift, sind aber meiner Meinung interessant genug, um sie mehr auszuführen und ich hätte gern mehr darüber gelesen.
Das Hauptaugenmerk der Autorin lag eindeutig auf der Lovestory; sie war gut durchdacht und umgesetzt und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht, da eine Dreiecksbeziehung beschrieben wird, die sich eigentlich keiner der Drei so vorgestellt hatte. Beide Männer sind geheimnisvoll und sind nicht unbedingt das, was sie vorgeben zu sein. Die Erotik kam dabei natürlich nicht zu kurz und wurde durch die Unentschlossenheit von Estelle den beiden Männern gegenüber bestimmt und es knisterte gewaltig. Jeanine Krock hat einige Überraschungen auf Lager, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Auf jeden Fall sind die erotischen Szenen sehr geschmackvoll beschrieben.
Aber neben der Liebe kam die Spannung etwas zu kurz. Es war keinesfalls langweilig, aber mir fehlte ein wenig mehr Action. Die kurze Kampfszene am Ende war schon wieder vorbei, bevor sie richtig in Fahrt kommen konnte. Schade eigentlich.
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