[Rezension] Stephen King – Sunset

Kurzbeschreibung: Was, wenn tödlicher Horror über einen hereinbricht oder Besessenheit und Gelüste alle Vernunft besiegen? Wozu der vermeintlich normale Mensch fähig ist, wenn sein Leben plötzlich eine unerwartete Wendung nimmt: Stephen King zeigt uns das, wie nur er es kann – in dreizehn neuen unheimlichen Geschichten, erstmals in einem Band gesammelt.

Dreizehn phantastische Geschichten über Menschen wie du und ich, deren gewohntes Leben urplötzlich auf den Kopf gestellt wird: Richard wird der eigene Hometrainer zum Verhängnis. Anne bekommt einen Anruf von ihrem Mann – auf dessen eigener Totenfeier. Emily will nach einer Fehlgeburt vor dem Leben davonlaufen – und rennt buchstäblich in ihr Verderben. Monette erzählt einem »Taubstummen«, dass er die eigene Frau, weil sie ihn betrügt, am liebsten umbringen würde – was dieser offenbar wörtlich nimmt. Curtis wird von seinem rachsüchtigen Nachbarn in einem Plastikkabinenklo lebendig begraben. Bei Scott tauchen immer wieder Dinge von Opfern der Anschläge vom 11. September auf, Dinge, die er einfach nicht loswird. John wird Zeuge, wie in einer Raststättentoilette eine Frau verprügelt wird – und greift viel brutaler ein, als er es sich selbst zugetraut hätte.

Meine Meinung: Ich bin begeistert! 13 neue seltsame, gruselige und unfreiwillig komische Kurzgeschichten von Stephen King. Endlich mal wieder! In dem Vorwort zu “Sunset” schreibt Stephen King, dass er in den späten 80er und 90er Jahren so gut wie keine Kurzgeschichten mehr geschrieben hat. Er ist der Meinung, wenn man länger keine mehr schreibt, kann man es verlernen. Im Jahr 2006 bekam er dann das Angebot die Zeitschrift “Best American Short Stories” herauszugeben und nahm sofort an. Danach schrieb er diese 13 Short Stories, und ich denke, es hat sich gelohnt, solange darauf zu warten.

Meine Favoriten sind: “Der Hometrainer”, “Die Höllenkatze”, “Hinterlassenschaften” und “New York Times zum Vorzugspreis”. Die Geschichten sind alle durchweg spannend geschrieben, mal gruselig, mal fantastisch oder der pure Horror. Also sehr ausgewogen und unheimlich unterhaltsam. Und zu jeder Erzählung kann man am Schluss des Buches die Entstehungsgeschichte und auch die eigene Einschätzung des Autors erfahren, aber die sollte man erst am Schluss lesen. Das mag zwar nicht jedermann in gleicher Weise interessieren – ich fand`s aufschlussreich und informativ.

Auch mit bereits bekannten Personen und Orten wird man konfrontiert. Wer Kings letzten Roman “Die Arena” gelesen hat, wird mir sagen können, wer Julia Shunway ist und was sie in Chester`s Mill macht. Faszinierend, wie der Autor in fast jedem seiner Werke auf bereits bekannte Fakten, Personen oder Orte zurückkommt.




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