[Rezension] Joe Schreiber – Besessen

Der 1. Satz:

Sieht aus wie tot, dachte Mike Hughes.

Kurzbeschreibung: Du hast die Wahl: Bring deine Familie in Sicherheit – oder bleib hier und stirb. Entscheide dich JETZT. Eine zweite Chance bekommt du nicht! Mike Hughes faltet die Notiz zusammen und blickt auf den Operationstisch zu seinem Patienten hinab: Frank Snow, Mörder, verurteilt für seine bestialischen Taten. Er hat Mike den Zettel zugeschoben. Er erwidert Mikes Blick; in seinen Augen lauern der Tod und etwas anderes, etwas Unaussprechliches, das reine Böse. Mike weiß, dass er verloren hat. Er schließt seine Augen. Dann beginnt der Wahnsinn. Und das Sterben.

Meine Meinung: Schreibers erster Roman “Untot” hat mir gut gefallen. Um so neugieriger machte mich der Folgeroman „Besessen“. Nur leider konnte der mich nicht überzeugen. Vom Schreibstil war er gut zu lesen, hatte keine Längen (bei nur 250 Seiten auch nicht schwierig) und spannend war er zwischenzeitlich auch und es lässt sich ideal an einem Abend lesen.

Aber es werden so ziemlich alle Klischees eines Horror-Slasher Movies erfüllt: ein Serienmörder, der nicht von dieser Welt zu sein scheint, ein verlassenes Gebäude, ein paar Gejagte, die voneinander getrennt werden, der Strom fällt aus und Türen fallen von allein zu…

Die Geschichte ist unlogisch (auch in der letzten Nacht, in der das Krankenhaus in Betrieb ist, sollten mehr als 4 Personen vom Personal anwesend sein etc.) und die Hintergründe der Besessenheit bleiben mehr als vage und bruchstückhaft. Der Gruselfaktor war gleich null, die Charaktere sind zu oberflächlich dargestellt, ich konnte keine Sympathie zu einer Figur aufbauen und somit auch nicht recht mitfiebern. Das Ende ist unglaubwürdig, das “Wesen” schon fast lächerlich und man erfährt gar nicht worum es sich dabei handelt. Und der letzte Satz: hä?  Wie kann man denn seine Blutgefäße ohne “Hilfsmittel” öffnen?


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