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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

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Archiv für Dezember 28th, 2009

[Rezension] Scott Sigler – Virulent

Erstellt von Anja am 28. Dezember 2009

Eine Leseprobe findet ihr hier…

Der 1. Satz:

Das musste ein Witz sein.

Kurzbeschreibung: Die USA werden von einem mysteriösen außerirdischen Erreger befallen, der die Opfer zu psychopathischen Killern werden lässt, bevor sie selbst durch die Parasiten sterben. Der Ex-Footballspieler Perry Dawsey ist der Einzige, der den Angriff der Aliens bisher überlebt hat. Dabei hat er die Fähigkeit entwickelt, die Träger der Parasiten zu lokalisieren und es sich zur Aufgabe gemacht, diese aufzuspüren und umzubringen. Die CIA und die Armee versuchen, sich dieses Wissen zunutze zu machen, während die Epidemologin Dr. Margaret Montoya und ihr Team mit Hochdruck an einem Gegenmittel arbeiten. Bis eine neue, noch bedrohlichere Mutation des Erregers auftaucht…

Meine Meinung: “Virulent” ist der zweite Roman von Scott Sigler und die Fortsetzung zu “Infiziert”, mit den gleichen Hauptpersonen. Die Handlung schließt direkt an den Vorgänger an, und man sollte “Infiziert” vorher schon gelesen haben, sonst kommt man nicht so ganz mit. Sigler erzählt seine Geschichte über den vom Virus befallenen Perry Dawsey weiter, doch jetzt ist er nicht mehr der Gejagte, sondern soll als einzig überlebendener Infizierter dem CIA auf der Suche nach dem Bösen helfen.

Was mir gut gefallen hat, dass der Autor komplexe biologische Vorgänge im Körper anschaulich und verständlich beschrieben hat. Durch die sehr bildhaften Beschreibungen ist dieser Horror-Thriller absolut nichts für schwache Nerven. Er ist zum Teil brutal und ziemlich eklig, selbst ich musste einmal kurz unterbrechen. Sigler entwickelt seine Charaktere wieder sehr gut, man erfährt mehr über einige der Protagonisten aus “Infiziert”.

Auch lässt sich der Autor eine Option für noch eine Fortsetzung offen, aber ich wüßte nicht, wie man die Handlung noch weiter ausbauen kann, ohne an Spannung zu verlieren. Trotz des Splatter-Charakters des Buches, kann ich es guten Gewissens als super spannend an jeden empfehlen, der einiges vertragen kann.

Der letzte Satz:

Dieses besondere Objekt war ungefähr so groß wie eine Limonadendose.


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[Rezension] Bram Stoker – Dracula

Erstellt von Anja am 28. Dezember 2009

Der 1. Satz:

3. Mai – Bistritz. Habe München am 1. Mai, 8.35 Uhr abends, verlassen und traf am nächsten Morgen in Wien ein.

Kurzbeschreibung: Jonathan Harker ist ein junger Rechtsanwalt aus London und reist nach Transylvanien zu einem Grafen, der in der nächsten Zeit nach London ziehen möchte und lässt dafür seine hübsche Verlobte für diese Zeit auf der Insel zurück.
Jonathan Harkers Ankunft in Transylvanien bleibt nicht ohne Folgen. Zuerst wird er von den Dorfbewohnern gewarnt, die ihm sogar ein Kruzifix schenken, doch von abergläubischem und verwirrtem Geschwätz lässt er sich nicht aufhalten und setzt seinen Weg in die Burg des Grafens fort.
Dort geschehen viele seltsame Dinge, die ihn genauso wie das außergewöhnliche Aussehen und Verhalten des Grafen verwirren, außerdem darf er auf Geheiß Draculas die Burg nicht mehr verlassen.
Als er eines Tages trotz der Warnung Draculas in einem anderen Zimmer als seinem eigenen einschläft, wird er von drei Frauen geweckt, die ihn beißen. Im letzten Moment kommt der Graf herein, gibt den Frauen ein gefangenes Kind und verschont damit das Leben des jungen Mannes, der seit diesem Augenblick aber um sein Leben bangt.
Bald darauf wird die Freundin Minas, der Verlobten Harkers, schwer krank, sie ist blass und schlafwandelt. Ein Nervenarzt wird geholt, der an den Symptomen eindeutig erkennen kann, dass Lucy von einem Vampir gebissen worden ist. Kann man sie noch retten und was genau ist das Ziel Draculas?

Meine Meinung: Die Handlung von “Dracula” kennt inzwischen fast jeder, schließlich gibt es mehrere Verfilmungen, die ihrerseits bereits Klassiker geworden sind und sogar parodiert wurden, aber wie steht’s mit dem Original?

Diesen Klassiker der Weltliteratur sollte man unbedingt gelesen haben. Graf Dracula ist der Fürst der Vampire, ein blutsaugendes Monster, das zum Sinnbild des Aberglaubens vom Vampirismus wurde. Bram Stoker stellt die unheimlichen Vorfälle in Tagebuch- und Briefform und in der Wiedergabe von Tonbandaufnahmen (sogenannte phonographische Aufzeichnungen) dar.

Die (fiktiven) Zitate aus Briefen, Tagebucheintragungen und Protokollen lassen die Geschichte authentisch wirken und vermitteln zugleich das Grauen, das die jeweiligen Autoren verspürten. Und es lässt den Eindruck entstehen, man lese nicht einfach einen Roman, sondern erhalte vielmehr Einblick in die intimsten Gedanken, Ängste und Hoffnungen von Menschen, die vor hundert Jahren gelebt haben. Bram Stoker’s Sprache hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich anfangs Probleme damit hatte. Das Buch erschien ja erstmalig 1897, und da war die Sprache noch etwas anders als heute.

Anfangs empfand ich das Buch an manchen Stellen etwas schleppend, aber zum Schluss konnte ich es gar nicht beiseite legen. Alles in Allem ein tolles Buch, das man als Vampirbuchleser mal gelesen haben sollte…

Der letzte Satz:

“Ihre Fürsorge und Liebe kennt er bereits, aber später erst wird er begreifen, wie ein paar Männer sie so sehr lieben konnten, daß sie um ihretwillen das Äußerste wagten.”

5sterne

dracula

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