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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

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Archiv für Oktober 24th, 2009

[Rezension] Katie MacAlister – Blind Date mit einem Vampir

Erstellt von Anja am 24. Oktober 2009

Der 1. Satz:

Wenn ich Gin trinke, habe ich immer die genialsten Ideen.

Kurzbeschreibung: Joys Freundin Roxy glaubt an mystische Elemente und an Vampire. Sie will unbedingt einen echten Vampir treffen und möchte Joy, die immerhin Vampir-Literatur mag, dazu überreden, ihr bei ihrer Suche zu helfen und mit ihr nach Tschechien zu reisen. Vorher bekommen die beiden jedoch noch von einer Freundin die Karten gelegt und so erfahren sie, dass Joy ihren Traummann treffen wird. Dieser scheint jedoch gefährlich zu sein und sie muss sich für den Richtigen entscheiden. Das hält die beiden nicht auf und so brechen sie gut gelaunt auf. Nun wird in der Nähe ihres Hotels ein Gothic-Festival stattfinden, an dem sie unbedingt auch teilnehmen wollen, immerhin befinden sie sich ja auch der Suche nach Vampiren und wo sollte man sie auch sonst treffen? Zudem möchten sie noch ein Autogramm eines bekannten Schriftstellers ergattern, der dort in der Nähe lebt. Bald lernen die beiden auch Leute in ihrem Alter kennen, die auf dem Festival arbeiten und vor allem in den gut aussehenden Raphael vermuten sie einen echten Vampir. Dann geschieht ein Mord an einer Angestellten, die Joy feindlich gesinnt war und den es zu lösen gilt. Joy leidet zudem unter diversen Visionen, in denen sie immer wieder selbst in die Rolle eines Vampirs schlüpft oder die Gedanken des Vampirs sie beherrschen. Nun gilt es auch dieses Rätsel zu lösen, wobei sie Raphael immer näher kommt und schnell heiße Stunden mit dem attraktiven Mann verbringt, der auch ein Vampir sein könnte.

Meine Meinung: Wenn man dieses Buch zu Ende gelesen hat, möchte man am liebsten laut fragen „und wo war nun das Blind Date mit dem Vampir?“  Ein Vampir kommt zwar vor, doch nur in einer mehr oder weniger unbedeutenden Nebenrolle. Es gibt sehr, sehr viele Erotik-Szenen in diesem Buch, wobei die Autorin zum Teil sogar recht vulgär wird, was aber nicht immer schlimm ist. An einen gewissen Zusatz an Erotik ist man ja heutzutage schon gewöhnt, vor allem wenn man in der Erwartung eines Vampir-Romanes an dieses Buch herangeht, aber zum Teil muss man hier doch etwas schlucken. Denn Romantik findet man hier so gut wie gar nicht!

Leider fand ich es auch nicht so witzig wie “Vampir im Schottenrock”. Ich habe kaum geschmunzelt und nie gelacht. Das ist sehr schade, denn ich habe von diesem Roman mehr erwartet. Die Handlung in dem Buch ist ziemlich dürftig und wer auf eine romantische Geschichte mit dem Vampir wartet, so wie es der Titel verspricht, wird sehr entäuscht.

MacAlisters Charaktere sind allesamt Klischees auf Beinen. Roxy und Joy sind Vertreterinnen einer Art von Frau, wie sie ein Großteil der weiblichen Bevölkerung wohl heute amüsant findet. Sie sind überspannte, neurotische Großstadtzicken, die ständig reden, ohne etwas zu sagen. Ihre ununterbrochenen Dialoge sind inhaltsfrei und von MacAlister gezwungen lustig heruntergeschrieben. Schon nach zehn Seiten geht einem die Puste aus und man hofft, das ewige Geschnatter würde einfach mal aufhören. Interessanterweise begegnen die männlichen Charaktere dem endlosen Gerede mit einer Gemütsruhe, die noch kein Mann in der Geschichte der Menschheit jemals einer dummschwatzenden Frau entgegengebracht hat.

Alles in allem ein eher schnulziger Liebesroman, mit heißen Sexszenen, aber wenig Vampirfeeling.

Der letzte Satz:

Roxy, die nicht länger Unbefleckte.

3sterne

blind date mit einem vampir

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Schwäbische Maultasche genießt Schutz der EU

Erstellt von Anja am 24. Oktober 2009

Eine der heutigen Schlagzeilen in der Schwäbischen Zeitung:

Die Europäische Union stellt die Schwäbische Maultasche von Mitte November an als regionale Spezialität unter Schutz. Die echten Schwäbischen Maultaschen dürfen somit nur noch aus Baden-Württemberg und dem Regierungsbezirk Schwaben in Bayern kommen.

Damit ist höchster Schutz für die Lieblingsspeise der Schwaben gewährt worden, denn die mit Wurstbrät, Ei, Brot, Petersilie, Zwiebeln und Lauch gefüllten Teigtaschen stehen nun offiziell in einer Reihe mit dem Schwarzwälder Schinken, der Schwarzwaldforelle oder den Gurken von der Insel Reichenau (Bodensee). Dies teilte das baden-württembergische Agrarministerium gestern in Stuttgart mit.

Woher kommen eigentlich die Maultaschen?

Zum Ursprung der Maultasche kursieren verschiedene Legenden. Der bekanntesten nach liegt der Ursprung des Gerichts in den typisch schwäbischen Eigenschaften Sparsamkeit, Erfindungsreichtum und Gottesfürchtigkeit. Und das waren die Zisterziensermönche im Kloster Maulbronn, die trotz Fastenzeit in der Karwoche Fleisch essen wollten. Um ihre Sünde zu verbergen, versuchten sie das Fleisch zu verstecken, indem sie es klein hackten, unter Spinat, Kräuter und Brot mischten und die Masse in einen Teigmantel hüllten. Auf das Kloster Maulbronn gehen demnach sowohl der Begriff Maultasche als auch der Spitzname “Herrgottsbscheißerle” zurück.

Weniger nett ist die Legende, dass es sich bei der Maultasche um eine simple Kopie bekannter italienischer Teigwaren wie Ravioli und Tortellini handelt. Protestantische Glaubensflüchtlinge aus Italien sollen sie in den Südwesten Deutschlands gebracht haben.

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