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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

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Archiv für Oktober 13th, 2009

[Rezension] Susan Hastings – Der schwarze Magier

Erstellt von Anja am 13. Oktober 2009

Der 1. Satz:

Im Jahr 1157 wird auf einer alten Burg im Südwesten Englands ein Knabe geboren.

Kurzbeschreibung: England 12. Jahrhundert: Rupert Cazeville merkt bereits als Kind, dass er besondere Fähigkeiten hat. Immer wieder hat er Visionen. Sehr zum Verdruss seines Vaters weigert sich Rupert, Ritter zu werden. Seine Mutter aber hilft ihm, seinen Wissensdurst zu stillen, und schickt ihn in ein Kloster. Doch schon bald flieht Rupert vor der strengen Züchtigung und der Ungerechtigkeit der Mönche. Die keltische Kräuterfrau Rigana nimmt sich seiner an und führt Rupert in die Welt des Druidentums und der Naturgesetze ein. Schließlich fasst Rupert den Entschluss, nach Italien zu gehen und Medizin zu studieren. Aufgrund seiner ungewöhnlichen Operationsmethoden gerät er jedoch in Konflikt mit der Obrigkeit und ist bald schon als Teufel verschrien. Als er vor der Inquisition fliehen muss, schließt er sich Richard Löwenherz an, der auf seinem Kreuzzug unterwegs ins Heilige Land ist …

Meine Meinung: Das Beste an diesem Roman war das Nachwort der Autorin, in dem sie ihre Hauptfigur, den schwarzen Magier Rupert, zu sich sprechen läßt. Rupert wird während des ganzen Romanes als sehr egozentrischer Mensch dargestellt. Durch und durch frei in Geist und Körper und weder abhängig von Königen oder Päpsten, noch von der Liebe zu Menschen.

Der Charakter des Rupert wird unsympathisch dargestellt und dennoch fasziniert er auf eine Art und Weise, wie es nur Menschen mit einer solch dunklen Seele können. Auch Richard Löwenherz kommt nicht sehr gut weg, er ist in diesem Buch eher ein bisexueller Protzer, den man nicht unbedingt bewundert. Auch die katholische Kirche bekommt den einen oder anderen Seitenhieb ab, was die Enthaltsamkeit und andere tägliche Dinge in einem Kloster betreffen.

Das ganze Buch lang rätselt man, weshalb die Hauptperson so handelt, wie sie handelt, denn ihre Gedankengänge bleiben dem Leser verborgen. Beginnt die Geschichte noch halbwegs interessant, so entwickelt sie sich im letzten Drittel (mit dem Erscheinen von Gwendolyn) zu einem  Schundroman, aus dem einzig und allein die heissen Liebesszenen, nicht unbedingt positiv, herausstechen. Mit diesem Buch bin ich leider nicht richtig warm geworden, die Grundidee fand ich super, aber die Umsetzung war leider mangelhaft.

Der letzte Satz:

Gehen wir, mein Sohn!

2sterne

der schwarze magier

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