[Rezension] Philip Pullman – Das Bernstein-Teleskop
Erstellt von Anja am 23. September 2009
Der 1. Satz:
“In einem vom Rhododendren überschatteten Tal nahe der Schneegrenze, durch das schäumend ein Bach mit grünem Schmelzwasser floss und unter dessen gewaltigen Pinien sich Tauben und Bergfinken tummelten, lag unter einer Felsnase, halb versteckt hinter den schweren, harten Blättern der Büsche, eine Höhle.”
Kurzbeschreibung: Mrs. Coulter hat Lyra in ihre Welt zurückgebracht, wo sie sie nun im Drogenschlaf vor den Schergen des Himmelreichs versteckt hält, die sie aufgrund einer alten Prophezeiung hinrichten wollen. In ihrem Schlaf träumt Lyra von Roger, der sie aus der Welt der Toten um Hilfe anfleht. Unterdessen trifft Will auf zwei Engel, die ihn und das Messer zu Lord Asriel bringen wollen. Doch Will kann Lyra nicht im Stich lassen, und so willigen die Engel schließlich ein, Will bei seiner Suche zu helfen, wenn er ihnen danach zu Asriel folgt. Denn die Engel haben Neuigkeiten über den Allmächtigen herausgefunden, der im Wolkenberg residiert. Und diese Neuigkeiten müssen dringend Asriel zu Ohren kommen, denn sie können über den Ausgang der Konfrontation entscheiden. Währenddessen rüstet der Engel Metatron für die finale Auseinandersetzung, die das Schicksal der Lebewesen auf allen Welten entscheiden wird, das eng mit dem Phänomen des Staubs verbunden ist.
Meine Meinung: Ich habe die ersten beiden Bücher der Triologie förmlich verschlungen, weil die Geschichte so fantasievoll, spannend und innovativ ist. Ich finde, die Bücher sind ganz anders als herkömmliche Fantasyliteratur. Es geht nicht darum, soviele wie möglich Fabelwesen in die Handlung einzubinden, die Trilogie ist auch gesellschaftskritisch und wissenschaftlich orientiert, allerdings nie in einem so hohen Maß, dass ich davon abgeschreckt wurde.
Leider war der dritte Band nicht ganz so fliessend und fesselnd geschrieben wie die beiden Anderen. Zwar kommen alle bereits bekannten Figuren wieder vor, aber ich wurde das Gefühl irgendwie nicht los, dass es sein “musste”. Lyra wird erwachsen. Man brennt darauf zu erfahren, welches Ende diese wunderschöne Geschichte nimmt und leider nimmt das Ganze nicht das erwünschte positive Ende. Kein Happy End!
Einige Fragen blieben aus meiner Sicht unbeantwortet. Was ist aus der Prophezeiung geworden? Wie wurde denn nun Lyra verführt? Wer soll denn die symbolische Schlange gewesen sein? Was macht sie denn zur Urmutter Eva? Und leider war die große Schlacht recht kurz und enttäuschend, obwohl viel Kriegsgeschrei ertönt, aber die Vernichtung des Bösen ist schließlich sehr einfach… Wie auch alle anderen Gefahren sehr schnell zu Ende gebracht werden. Alles in allem kein würdiger Abschluss der “His Dark Materials”-Trilogie.
Der letzte Satz:
“Die Republik des Himmels”, sagte Lyra.”
Meine Wertung: ![]()
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