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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

Archiv für September 5th, 2009

[Blog] Bücherserien online!

Erstellt von Anja am 5. September 2009

So, nach intensiver Arbeit an meiner neuen Seite, bin ich endlich am Ziel. Auf meiner neue Seite “Bücherserien” habe ich all die Bücherreihen zusammengestellt, die ich mag, bereits gelesen habe, oder noch lesen möchte. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Reihenfolge übernehme ich keine Garantie :-) Bin aber gern für Kritik und Ergänzungen offen. Neuerscheinungen werden natürlich nachgetragen, sobald ich es  mitbekomme.

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[Rezension] Christoph Marzi – Lycidas

Erstellt von Anja am 5. September 2009

Der 1. Satz:

“Die Welt ist gierig, und manchmal verschlingt sie kleine Kinder mit Haut und Haaren.”

Kurzbeschreibung: Es geschehen seltsame Dinge in London. Im Waisenhaus des grausamen Mister Dombey traut die kleine Emily Laing ihren Augen nicht, als sie eines Morgens von einer Ratte angesprochen wird, die sich höflich als Lord Hyronimus Brewster vorstellt. Eine Sinnestäuschung? Nein, denn bald darauf bleibt Emily nichts anderes übrig, als an die Existenz von wundersamen Wesen zu glauben – als sie nämlich Zeugin wird, wie ein Werwolf eines der Mädchen aus dem Schlafsaal der Neuzugänge stiehtl. In Begleitung der Ratte – sowie eines Elfen namens Maurice Micklewhite und des mürrischen Alchemisten Wittgenstein- macht sich Emily auf die Suche nach der verschwundenen Mara. Die Spur führt die Gefährten in die uralte Metropole, eine geheimnisvolle Stadt unter der Stadt, ein dunkles, gefährliches Reich, in dem gefallene Engel hausen und antike Gottheiten über das Schicksal der Menschen walten. Doch was steckt wirklich hinter den Kindesentführungen, von denen London regelmäßig heimgesucht! wird? Und wer ist der mysteriöse Herrscher der uralten Metropole, der sich Lycidas nennt?

Meine Meinung:

Christoph Marzis Ideenreichtum ist überbordend. Er füllt seine Stadt unter der Stadt mit Wundern und Mythen aus aller Welt an. Luzifer, Seraphim und ägyptische Götter geben sich dort ebenso ein Stelldichein wie Elfen, Ratten, Spinnenmenschen, Werwölfe und Golems. Wer hätte gedacht, dass man mit einer geheimen Londoner Undergroundlinie geradewegs in Dantes Hölle fahren kann? Oder dass die Engel am Oxford Circus leben?

Das war mein erster Roman von Christoph Marzi und ich war sehr gespannt darauf. Nicht umsonst wurde “Lycidas” mit dem Deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet. Absolut verdient! Richtig gute Fantasy aus deutschen Landen. Von Anfang an wird durch die verschiedenen Handlungsstränge und Verwicklungen Spannung aufgebaut, die bis zum Ende bestehen bleibt. Jedoch Mortimer Wittgenstein empfand ich gegen Mitte des Buches schon sehr nervig, vor allem sein immer wiederkehrendes Credo: “Dieses Kind!” und “Es gibt keine Zufälle!” und “Fragen Sie nicht!”. Stellenweise waren die Dialoge zu lang und mir kam es vor, als würde ich das Buch doppelt und dreifach lesen, weil sich Christoph Marzi sehr oft wiederholt und die Hintergrundgeschichte zu oft erzählt.  Die Ideen finde ich aber dennoch toll! Wie das Paradies beschrieben wird, der Träumer (bei uns bekannt als Gott), die Engel und vorallem die Götter aus Ägypten, die nun in London leben,  ist einfach super. Das Buch an sich gliedert sich in 3 Bücher/Teile, die da wären: Lycidas, Lilith und Licht. Sie bauen alle aufeinander auf, führen die Geschichte fort bzw. beleuchten die bekannte Geschichte aus dem Blickwinkel einer anderen Person. Aber diese haben nichts mit den bereits erschienenen Fortsetzungsbänden “Lilith” und “Lumen” zu tun! Das hat mich anfangs ziemlich verwirrt, aber nach ein wenig Recherche konnte das geklärt werden.

Der letzte Satz:

“Hell und klar, wie Nadelstiche im Mantel der Nacht.”

Meine Wertung: 4sterne

lycidas

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