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"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen." Friedrich Nietzsche

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Archiv für Juli 24th, 2009

[Rezension] John Katzenbach – Das Rätsel

Erstellt von Anja am 24. Juli 2009

Kurzbeschreibung: Jeffrey Clayton, ein Psychologieprofessor, der auf das Profiling von Serienkillern spezialisiert ist, wird von der Polizei beauftragt, den grausamen Mord an einer jungen Frau aufzuklären. Dieser Mord ist ein Geheimnis – denn er hat sich ausgerechnet in einem von der »State Security« streng überwachten Territorium ereignet, das seinen wohlhabenden Bewohnern absolute Sicherheit verspricht. Das Verbrechen, das es eigentlich nicht geben darf, führt Clayton auf verschlungenen Pfaden zurück in seine eigene, dunkle Familiengeschichte. Der Mord ähnelt einer Tat aus Jeffreys Nachbarschaft, die 25 Jahre zurückliegt. Damals zählte sein eigener Vater zu den Verdächtigen – bis er kurz darauf auf mysteriöse Weise ums Leben kam …

Meine Meinung: Zu Beginn des Buches merkt man , dass die Geschichte in einer nahen Zukunft in einem chaotischen Amerika spielt. Die Gesellschaft ist in arm und reich aufgeteilt und wird von viel Gewalt geprägt. So kann der arbeitende Teil der Gesellschaft sein Büro nach Dienstschluss nur in Begleitung von bewaffneten Eskorten verlassen. Ansonsten muss er auf offener Straße um sein Leben fürchten.
Vor diesem Hintergrund haben gewisse gesellschaftliche Gruppierungen einen sogenannten 51. Bundesstaat auf dem Territorium der USA errichtet, der kurz vor der Anerkennung durch den Senat steht. Dieser bietet gut betuchten Bürgern die Möglichkeit sich in den neuen Staat einzukaufen und dort quasi ohne Angst vor Verbrechen zu leben. Dafür müssen sie allerdings einige Grundrechte aufgeben und sind für den Staat der gläserne Bürger.
Diese vermeintliche Idylle wird nun allerdings durch einen Serienmörder gestört, der die komplette Idee dieses neuen Staates damit zu Fall bringen möchte. Die Mordserie wird von “sauberen Staat” geheim gehalten und ein bekannter Professor auf ihn angesetzt, der auf Serienmörder spezialisiert ist. Dass dieser dafür in der eigenen dunklen Vergangenheit wühlen muss, bleibt nicht lange ein Geheimnis…
Dies war mein 5. Buch von John Katzenbach und ich bin immer noch begeistert über den Einfallsreichtum des Autors. Wieder ein superspannendes Buch. Ich konnte es gar nicht weglegen, weil ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht mit Jeffrey, Susan, dem Vater, und überhaupt allem. Das einzige was mich etwas “gestört” hat, war die Bezeichnung der Polizei in dem neuen Bundesstaat, denn der Begriff der “Staatssicherheit” ist ja nun mal etwas vorbelastet, wenn man in Ostdeutschland aufgewachsen ist. Alles in allem aber absolut empfehlenswert!

Meine Wertung: 5sterne

dr

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[Rezension] Scott McBain – Das Judasgift

Erstellt von Anja am 24. Juli 2009

Kurzbeschreibung: Papst Johannes XXV. bricht urplötzlich in seiner Bibliothek zusammen und fällt ins Koma. Dr. Emiliani, der ärztliche Berater des heiligen Vaters, diagnostiziert zunächst einen Herzinfarkt, doch dann erhält er von dem Mönch Gregor einen mysteriösen Hinweis auf ein gefährliches Gift, das nach wenigen Tagen nicht mehr nachzuweisen ist. Könnte der Papst das Opfer eines Anschlags sein? Emiliani sucht Hilfe bei Kardinal Benelli, einem alten Freund des Papstes, der seit Jahren zurückgezogen in einem Kloster außerhalb von Rom lebt. Gemeinsam setzen sie alles daran, eine Verschwörung aufzudecken, die die heilige römische Kirche bedroht. Benelli fürchtet, dass ein weiterer Silberling des Judas in die Welt zurückgekehrt ist und eine tödliche Spur hinterlässt …

Meine Meinung: Eigentlich kein schlechter Ansatz, eine Geschichte um den Verräterlohn des Judas zu schreiben – wer würde bezweifeln, dass diesem Geld eine unheilvolle Aura anhaften könnte?! Aber dem Autor gelang es nicht, daraus eine spannende Geschichte zu machen. Viel zu ausschweifend erzählt, teilweise recht verwirrend, was das Mysterium um den Judassilberling angeht und auch was diese spirituelle “Welt” angeht, mit der man als Leser konfrontiert wird. Sicher kann man sagen, dass Scott McBain sehr gut recherchiert hat, was die Geschichte Roms und der Kirche angeht, aber es fehlte das gewisse Etwas, das diesen Roman wirklich zu einem Mysterythriller gemacht hätte. Leider ziemlich enttäuschend!

Meine Wertung: 2sterne

jf

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