[Rezension] Wolfgang Hohlbein – Horus
Erstellt von Anja am 8. Juni 2009
Kurzbeschreibung: London, 1888. Ein Schiff läuft in den Hafen ein. Der einzige Passagier an Bord ist eine Frau – rätselhaft, anmutig wie eine Katze und mit einer Haut schwarz wie die Nacht. Sie nennt sich Bast und sagt, sie sei nach London gekommen, um ihre Schwester zu suchen. Doch das Rätsel um Bastet, so ihr eigentlicher Name, geht viel tiefer. Ihre Familie ist alt, sehr alt. Einst hat man sie als Götter verehrt, noch immer sind sie mehr als gewöhnliche Sterbliche, und ihre Gefühle sind übermenschlich. Liebe treibt sie, Hunger brennt in ihnen, und Hass legt sich über die Stadt wie die dunklen Schwingen eines riesigen Falken. Und während des Nachts ein Mörder durch die nebligen Gassen von London schleicht, entbrennt in den unterirdischen Kanälen ein Kampf zwischen Mächten, die so alt sind wie die Menschheit.
Meine Meinung: Der Klappentext klingt wirklich spannend, oder? Es ist auf jeden Fall ein originelles Thema, eine Mischung aus “Jack the Ripper” und “Kampf der Titanen”. Aber leider nicht gut umgesetzt. Das war mein erstes Buch von Hohlbein, und ich war echt enttäuscht. Die ersten 200 Seiten waren einfach zu langatmig, zu ausführlich. Es wird immer und immer wieder das innere Ungeheuer in Bastet erwähnt, es zerrt und zerrt und zerrt wieder und wieder an seinen “Ketten”, aber wird nicht losgelassen. Und das findet Erwähnung auf über 200 Seiten, und als es dann doch endlich mal zum Vorschein kommt, das Ungeheuer, versagt es im Kampf gegen den Feind. Und auch Jack the Ripper wird in der ersten Häfte des Buches (das Buch hat 750 Seiten) kaum erwähnt. Es geschehen zwar Morde an Prostituierten in Whitechapel, aber Hohlbein geht auf dieses Thema erst recht spät ein. Zum Glück bekam ich das Buch als Geschenk, denn diese Ausgabe hätte sich nicht gelohnt.
Meine Wertung: ![]()
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